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27/09/2015 17:06 CEST | Aktualisiert 27/09/2015 17:13 CEST

Hilfe, mein Kind atmet nicht mehr! Die meisten Eltern können keine erste Hilfe leisten

Highwaystarz-Photography via Getty Images
Ersticken und Verschlucken: viele Eltern fühlen sich im Ernstfall überfordert

Wenn dem eigenen Kind etwas passiert, herrscht bei den meisten Eltern erst einmal vor allem reine Panik. Drei Viertel der Eltern glauben laut einer Umfrage des Arbeiter-Samariter-Bundes in Österreich sogar, dass sie keine ausreichende Erste Hilfe leisten können.

Das kann fatal sein, denn bei den meisten Unfällen, die mit Erstickung oder Verschlucken von Gegenständen zusammenhängen, sind die Ersthelfer vor Ort lebenswichtig, wie die "Welt am Sonntag" berichtet.

Der Grund: Ein Gehirn kann nur drei bis fünf Minuten ohne Sauerstoff auskommen, die Überlebenschancen sinken demnach jede Minute um 10 Prozent, wenn das Kind nicht reanimiert wird.

Viel wichtiger zu wissen allerdings: Die rettenden Maßnahmen sind meist leichter als gedacht und lassen sich auch gut noch einmal bei einem Erste Hilfe Kurs für Kinder auffrischen.

Hier sind die wichtigsten Tipps im Überblick:

Ersticken:

  • Meistens genügen ein paar Beatmungen zur Wiederbelebung
  • Wenn das Herz nicht schnell wieder anfängt zu schlagen: eine langfristige Reanimation mit Beatmung und Herz-Kreislaufmassage ist gut dafür geeignet, um den Kreislauf künstlich in Gang zu halten und das Gehirn vor Sauerstoffmangel zu schützen.

Verschlucken:

  • Man legt Säuglinge über den Unterarm, Kleinkinder über das Knie und klopft kräftig mehrmals auf die Stelle zwischen den Schulterblättern.
  • Wenn der Gegenstand sich nach fünf Schlägen nicht löst, wird das Heimlich-Manöver angewendet: Man legt beide Arme von hinten um den Bauch des Kindes und übt mit den Händen mehrmals kräftigen Druck auf den Bauch zwischen Bauchnabel und Brustbein aus.
  • Säugline unter einem Jahr legt man allerdings besser auf den Rücken und massiert den Gegenstand mit einer Herzmassage aus der Luftröhre.

Selbst wenn es meistens notwendig ist, auch den Sanitäter zu rufen, ist das beherzte Eingreifen der Ersthelfer - in diesem Fall der Eltern - lebenswichtig.

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