WIRTSCHAFT
27/09/2015 10:36 CEST | Aktualisiert 27/09/2015 10:37 CEST

Maßnahme gegen Geldwäsche: Banker wollen 500-Euro-Schein abschaffen

Die Banken wollen dem "Fünfhunderter" an den Kragen
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Die Banken wollen dem "Fünfhunderter" an den Kragen

Nur wenige haben ihn je in der Hand gehalten. Wahrscheinlich wird es für die meisten auch nie dazu kommen: Der 500-Euro-Schein soll abgeschafft zu werden. Wie die "Bild-Zeitung" berichtet, fordern internationale Banker die Bundesbank und die Europäische Zentralbank dazu auf, den Schein aus dem Verkehr zu ziehen.

Der Grund ist simpel: Wird doch die Banknote zu 90 Prozent für kriminelle Aktivitäten verwendet. Der Schein eignet sich ideal für Geldwäsche oder illegale Geldtransporte. Denn hier lautet das Motto "je größer der Schein, desto besser". Auch Mafiosi und Terroristen würden vorzugsweise auf den "Fünfhunderter" zurückgreifen, dies geht zumindest aus einer Studie der italienischen Notenbank hervor.

In Großbritannien ist der Schein gar nicht mehr zu bekommen, bereits seit 2010 geben Banken und Wechselstuben des Landes nur noch höchstens "Zweihunderter" aus. Vorbild der aktuellen Diskussion sind die USA. Dort existiert die 500-Dollar-Note bereits seit 1969 nicht mehr. Die Begründung: Eindämmung der Geldwäsche.

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