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26/09/2015 15:10 CEST

Klimawandel: Diese Entdeckung bestätigt die schlimmste Befürchtung von Forschern

Getty

Weltweit steigen die Temperaturen - das ist nichts Neues mehr. Die ersten acht Monate im Jahr 2015 waren etwa die wärmsten seit Beginn der offiziellen Temperaturaufzeichnung Ende des 19. Jahrhunderts.

Umso überraschender ist eine Karte des US-amerikanischen National Centers for Environmental Information, die derzeit im Netz kursiert. Wer nämlich genau hinschaut, bemerkt, dass es einen Fleck im Atlantischen Ozean gibt, der nicht so richtig ins Bild der steten Klimaerwärmung passt.

klima

(Quelle: National Centers for Environmental Information)

Unterhalb von Grönland ist die Wasseroberfläche ungewöhnlich kalt geblieben. Das haben Messungen seit Jahresbeginn ergeben. Der Grund dafür bestätigt eine schlimme Befürchtung vieler Forscher: Die Zirkulation des Wassers im Atlantik hat sich verlangsamt.

Dazu muss man wissen: Eine Strömung im Meer entsteht unter anderem durch Temperaturunterschieden des Wassers. Im Atlantik sinkt kaltes Salzwasser, weil es eine größere Dichte als wärmeres Wasser aus südlichen Atlantikregionen aufweist. Wenn zu viel kaltes Wasser vorhanden ist, funktioniert das System mit der Zirkulation durch Temperaturunterschiede jedoch nicht mehr.

Und genau das ist offenbar jetzt im Atlantik passiert. Experten glauben, dass das an den immer schneller schmelzenden Gletschern in Grönland liegt.

Mit einer Ausdehnung von 1,8 Millionen Quadratkilometern ist der Grönländische Eisschild die weltweit zweitgrößte vereiste Fläche. Würde das Eis in Grönland komplett schmelzen, könnte der Meeresspiegel um über sechs Meter ansteigen.

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Video: Eisschmelze im Zeitraffer: So rasant schmelzen die Pole ab

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