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25/09/2015 11:14 CEST | Aktualisiert 25/09/2016 07:12 CEST

Lohnt es sich das iPhone 6 oder 6s zu kaufen?

Apple
Die iPhones 6 und 6s haben viel Neues im Petto

Eines ist klar: Für ausgemachte Apple-Fans ist ein neues iPhone-Modell ohnehin Pflicht - das erkennt man schon an den vor den Apple Stores campenden Massen. Doch lohnt sich das iPhone 6s und 6s Plus auch für den normalen User?

Schnellster Prozessor

Apple Stores im Ausnahmezustand: Sehen Sie bei MyVideo einen Bericht über den Run auf das iPhone 6s

Deutlich aufgerüstet hat Apple beim Prozessor: Mit dem A9-Chip ist das iPhone 6s klar das schnellste Smartphone auf dem Markt. Im Alltagsgebrauch macht das derzeit kaum einen Unterschied, angenehm ist es allerdings schon, wenn sich das Smartphone auch bei High-End-Games nicht erwärmt. Außerdem dürfte das iPhone 6s so technischen Neuerungen eine Weile gewachsen bleiben.

Schönere Fotos

Nachdem sich in Bezug auf die Kameras bei Apple eine Weile nichts getan hat, gibt es hier nun endlich ein deutliches Update: Statt mit 8 Megapixeln kommt die Hauptkamera nun mit einem 12-Megapixel-Sensor daher. Noch deutlicher ist der Sprung bei der Selfie-Kamera von 1,2 auf 5 Megapixel. Ein Bildstabilisator bleibt wieder dem Plus-Modell vorenthalten. So entstehen natürlich etwas schönere Bilder, was allerdings oftmals nur in der Vergrößerung auffällt. Das gilt außerdem nur für das Knipsen bei Tageslicht: In der Dämmerung verrauschen die Fotos sogar noch stärker als beim Vorgänger. An die starke Kamera des Galaxy S6 kommt das iPhone so weiterhin nicht ran.

Eine neue Funktion sind die "Live Photos": Das iPhone 6s nimmt auch die Momente kurz vor und nach dem eigentlichen Auslösen auf. Eine nette Spielerei, die allerdings in den meisten Foto-Situationen kaum einen nennenswerten Mehrwert bringen dürfte. Das gilt vorerst auch für die Möglichkeit, Videos in 4K-Auflösung aufzuzeichnen - zurzeit sind passende Abspielmöglichkeiten jedenfalls noch eher selten anzutreffen.

"3D Touch" - Der Drucksensor

Die vielleicht wichtigste Neuerung ist der "3D Touch". Anwendungen reagieren auf den iPhone-6s-Modellen bei verschieden starkem Fingerdruck auf unterschiedliche Weise. Die eigenen Apps unterstützen die Funktion bereits, beim festen Druck auf das Kalender-Icon bekommt man etwa direkt den nächsten Termin angezeigt. Die Möglichkeiten von "3D Touch" dürften noch lange nicht ausgeschöpft sein, spannend wird es vor allem, wenn andere App-Entwickler die Funktion aufgreifen.

Das Fazit bleibt trotzdem mager

Alles in allem ist das iPhone 6s eher ein nettes Upgrade als ein Must-have. Lediglich "3D Touch" könnte sich mittelfristig als kleine Revolution erweisen. Geht es um den alltäglichen Gebrauch, sollte man sich die Anschaffung gut überlegen, zumal auch die Preise gestiegen sind.

Das iPhone 6s in der günstigsten Variante mit 16 GByte Speicher (die etwa beim Filmen eines 4K-Videos in wenigen Minuten voll sind) kostet 740 Euro. Mit 64 GByte schlagen 850 Euro zu Buche, mit 128 GByte 960 Euro. Für das iPhone 6s Plus mit 16 GByte Speicher muss man 850 Euro locker machen, mit 64 GByte 960 Euro und mit 128 GByte stolze 1.070 Euro. Dafür wurden die Preise der Vorgängermodelle gesenkt, womit iPhone 6 und 6 Plus für den Alltagsgebrauch weiter eine reizvolle Alternative bleiben.