POLITIK
23/09/2015 14:35 CEST | Aktualisiert 24/09/2015 13:40 CEST

3 Punkte zeigen, dass Merkels Rückhalt in der Bevölkerung bröckelt

Merkels Zustimmungswerte bröckelt
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Merkels Zustimmungswerte bröckelt

Die Flüchtlingskrise spaltet Deutschland. Trotz warmer Worte von Angela Merkel, die gebetsmühlenartig erklärt, dass Deutschland die Flüchtlingskrise stemmen würde, regt sich Widerstand. Die Kommunen fühlen sich vom nicht enden wollenden Zustrom alleine gelassen und wissen nicht, wo sie die vielen Menschen unterbringen sollen.

Selbst in der SPD wird der Unmut über den Kurs der Bundeskanzlerin größer, die CSU macht schon länger deutlich, dass sie von Merkels offener Haltung gegenüber Flüchtlingen nicht allzu viel hält. Um dies zu demonstrieren, lud CSU-Chef Horst Seehofer den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán öffentlichkeitswirksam nach Bayern ein. Zu allem Überfluss verzeichnen auch rechte Rattenfänger wie Pegida in Dresden bei ihren Protestveranstaltungen wieder verstärkten Zuwachs.

Eine vom Meinungsforschungsinstitut INSA für "Focus Online" durchgeführte Umfrage zeigt, dass auch die deutsche Bevölkerung der Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin zunehmend skeptisch gegenüber stehen. Jeder zweite Deutsche ist in diesem Punkt mit Merkel nicht einer Meinung.

Hier sind die 3 wichtigsten Erkenntnisse der Umfrage:

1. Merkels Politik stößt auf Kritik

Der Aussage "Ich bin mit dem Handeln der Bundeskanzlerin im Großen und Ganzen einverstanden" stimmen nur 41 Prozent der Befragte zu. 48 Prozent der Umfrageteilnehmer erklärten, dass sie mit der Politik der Bundeskanzlerin nicht zufrieden sind. 11 Prozent enthielten sich.

2. Viktor Orbán spaltet das Land

Es sind nicht nur die sogenannten besorgten Bürger überall im Land, die mit dem rechtskonservativen ungarischen Ministerpräsidenten sympathisieren. Die Umfrage zeigte, dass mittlerweile jeder dritte Deutsche Orbáns Maßnahmen an den Außengrenzen der EU für gerechtfertigt hält. Überdurchschnittliche Unterstützung erhält er von Anhängern der FDP (44 Prozent) und der AfD (85 Prozent). 44 Prozent der Ostdeutschen würden laut der Meinungsforscher den ungarischen Kurs befürworten. Hingegen sind nur etwa 30 Prozent der Westdeutschen auf der Seite von Orbán.

3. Die Ostdeutschen sind deutlich kritischer

Insgesamt stehen die Menschen aus den neuen Bundesländern der Flüchtlingspolitik deutlich kritischer gegenüber als die Westdeutschen: 56 Prozent der Ostdeutschen lehnen den Kurs der Kanzlerin ab, 31 Prozent stimmen ihm zu. Im Westen sehen die Zahlen anders aus: 44 Prozent der Befragten befürworten die Flüchtlingspolitik, 46 Prozent lehnen sie ab.

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