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23/09/2015 02:39 CEST

Wie hoch ist dein Hautkrebsrisiko? Mach den Test

Sommer, Sonne, Sonnenbrand: Auch Muttermale sind Anzeichen für Hautkrebs
Mitja Kobal via Getty Images
Sommer, Sonne, Sonnenbrand: Auch Muttermale sind Anzeichen für Hautkrebs

Sommer, Sonne, Strand – und Sonnenbrand. Was für viele nur der Vorreiter zum braunen Sommerteint ist, treibt Hautärzte Sorgenfalten auf die Stirn. Denn übermäßige Sonneneinstrahlung ist der Hauptgrund für Hautkrebs.

Genau deshalb sollte man nach diesem heißen Sommer gründlich checken, ob für einen selbst Anzeichen von Hautkrebs bestehen. Der Test am Ende des Textes gibt schnell Aufschluss, ob ein Risiko für Hautkrebs besteht.

Wie entsteht Hautkrebs?

Die Haut des Menschen ist mit fast zwei Quadratmeter das größte Organ des Menschen und schützt vor Infektionen, Verletzungen, Hitze und Licht. Sie besteht aus drei Schichten, wobei sich der Hautkrebs nur in der äußersten Schicht entwickeln kann.

Die sogenannten Basalzellen entwickeln sich auf der Innenseite der äußersten Hautschicht, der Oberhaut. Sie wandern langsam durch die Hautschicht, bis sie nach vier Wochen an der Oberfläche die Hornhaut bilden und absterben.

Das Sonnenlicht aktiviert Zellen in der Basalschicht, die Melanin entwickeln und so den Körper braun aussehen lassen. Dieser Vorgang schützt den Körper. Trifft zu viel UV-Strahlung auf den Körper, schützt die Haut nicht mehr ausreichend und man bekommt einen Sonnenbrand.

Zuerst ist die Haut gerötet. Setzt man sich aber weiterhin der UV-Strahlung aus, kommen Blasen hinzu. Das Worst-Case-Scenario: Die obersten Schichten der Hautzellen sterben ab. Das kann auch Jahre später noch das Krebswachstum begünstigen.

Aber es geht auch ohne Sonnenbrand: angeborene Muttermale und Leberflecke sind immer potenzielle Krebsträger. Das ist vor allem abhängig von Größe, Farbe und Form.

Welche Typen von Hautkrebs gibt es?

Hautkrebs unterscheidet sich in drei unterschiedliche Typen. Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom heißen auch weißer oder heller Hautkrebs. Sie sind nicht so schlimm, wie das maligne Melanom.

Das maligne Melanom heißt auch schwarzer Hautkrebs und kann schon sehr früh Metastasen bilden. Dafür ist man aber nur anfällig, wenn man zum Beispiel viele Muttermale, helle Haut, helle Augen oder helle Haare hat und es diesen Hautkrebs im engen Familienkreis bereits jemand an dieser Krebsart erkrankt ist.

Alle drei Arten treten immer häufiger auf. Laut der bayerischen Krebsgesellschaft erkranken in Deutschland jährlich 195.000 Menschen an Hautkrebs. Der Großteil davon leidet an den hellen Typen, nur 24.000 am schlimmeren schwarzen Hautkrebs. Und nur einer von acht Betroffenen stirbt am malignen Melanom.

Wie schützt man sich vor Hautkrebs?

UV-Strahlung ist der größte Faktor, durch den Hautkrebs entsteht. Also steht im Vorrang sich vor der Sonne zu schützen. Mit passender Kleidung ist der erste Schritt getan. Lange, aber luftige Klamotten, Sonnenhut und Sonnenbrille sollten die täglichen Begleiter sein.

Durch eincremen kann man kritische Hautrötungen vermeiden. Beim cremen sollte man besonders auf die „Sonnenterrassen“ achten – Gesicht, Glatze, Ohren, Brust, Schultern, Gesäß und Fußrücken. Wer sich im Badeurlaub zwar eincremt, aber keine wasserfeste Sonnencreme verwendet, hat sich die Mühe übrigens umsonst gemacht.

In südlichen Ländern sollte man es vor allem zwischen elf und fünfzehn Uhr direkte Sonneneinstrahlung vermeiden. Am Strand, im Meer und in hohen Höhen sind die Sonnenstrahlen auch stärker als auf dem Flachland, dort ist also Vorsicht geboten.

Ab dem 35. Lebensjahr zahlt die Krankenkasse übrigens alle zwei Jahre ein Screening. Wer sich dazu noch regelmäßig selbst kontrolliert und auf das Solarium verzichtet, kann eigentlich nichts mehr falsch machen.

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