WIRTSCHAFT
23/09/2015 03:11 CEST | Aktualisiert 23/09/2016 07:12 CEST

Musik vom Discounter: Aldi startet Streamingdienst und will Spotify Konkurrenz machen

dpa
Musik vom Discounter: Aldi startet Streamingdienst und will Spotify Konkurrenz machen

Die Nutzer der Musikstreamingdienste wollen meist vor allem eins: Große Mengen Songs für möglichst wenig Geld. Insofern scheinen die aktuellen Neuigkeiten eigentlich gar nicht so abwegig. Wie der Tech-Blog "Caschys" berichtet, will nun tatsächlich der größte Discounter Deutschlands ins Streaminggeschäft einsteigen - Aldi wagt sich unter die Spotify-Konkurrenten. Günstige Produkte, in großen Mengen eingekauft, das entspricht schließlich ziemlich genau dem Image des Lebensmittel-Imperiums.

Aldi will Spotify Konkurrenz machen und steigt ins Musikstreaming ein

Tatsächlich ist unter der Adresse www.aldilife.de bereits eine Homepage für das neue Projekt geschaltet. Dort wird die Zeit bis zum Start für den neuen Streamingdienst heruntergezählt. Am Donnerstag, den 24. September um 0 Uhr soll es offenbar soweit sein.

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Ein echter Aldi-Preis: 7,99 Euro im Monat für's Streamen

Auch erste Details kursieren bereits im Netz. So soll das Angebot für 7,99 Euro im Monat zu haben sein. Betreiben wird es wohl Medion, jene Tech-Marke, die häufig auch Elektronikartikel im Aldi-Sortiment platziert. Gesonderte Preise und Pakete wird es augenscheinlich für Kunden des Mobilfunk-Anbieters Aldi Talk geben - auch dieser Dienst kommt eigentlich von Medion.

Selbst wenn die Marke Aldi neuen Schwung in den Streamingmarkt bringen könnte: Ganz so groß, wie man annehmen könnte, ist die Nachricht letztlich aber vielleicht doch nicht. Denn entstehen soll wohl kein völlig eigenständiges Angebot. Vielmehr, so ist es auch bei der "Süddeutschen Zeitung" zu lesen, wird "Aldi Life" eine Kooperation mit dem alteingesessenen Streaminganbieter Napster sein.

Napster hat nach eigenen Angaben derzeit gut 34 Millionen Songs im Programm. In Deutschland könnten sie dann wohl bald für knapp 8 Euro im Monat abgerufen werden. Bislang verlangt der Dienst 9,95 Euro monatlich für sein Angebot.