LIFE
23/09/2015 09:28 CEST | Aktualisiert 23/09/2015 12:26 CEST

Herpes-Virus: Kommen Babys mit ihm in Kontakt, können Hirnschäden die Folge sein

Claire Henderson hat eine eindringliche Bitte an alle Mütter und schwangeren Frauen. Sie möchte, dass jeder die Geschichte ihrer Tochter Brooke kennt, damit andere Eltern nicht durchmachen müssen, was sie vor kurzem erlebt hat.

Auf Facebook schreibt Claire:

Bitte teilt das mit jeder frischgebackenen Mutter und schwangeren Frau, die ihr kennt... HERPES-BLÄSCHEN KÖNNEN FÜR EIN BABY FATAL SEIN. Vor dem dritten Lebensmonat können Babys den Herpes-Virus nicht bekämpfen. Kommt ein Baby damit in Kontakt, kann es Leber- und Hirnschäden erleiden und sogar sterben. Ich weiß, das klingt, als würde ich nur Panik machen, aber wenn meine Freundin mir nicht davon erzählt hätte, wäre meine kleine Tochter jetzt ernsthaft krank. Ich habe die Anzeichen früh erkannt und sie ins Krankenhaus gebracht. Seit drei Tagen hängt sie am Tropf, zwei haben wir noch vor uns. Sie hatte SEHR VIEL Glück, ihre Testergebnisse sind gut. Die Moral von der Geschichte ist, lass NIEMALS einen Fremden dein Baby auf den Mund küssen, auch nicht, wenn sie keine sichtbaren Herpes-Bläschen haben. 85 Prozent der Bevölkerung trägt den Virus in sich. Und falls jemand Herpes hatte, bitte ihn, dem Baby fernzubleiben, bis er weg ist. Jeder, mit dem ich darüber gesprochen habe, hatte noch nie davon gehört, deshalb hatte ich das Gefühl, dass es wichtig ist, Brookes Geschichte zu teilen und Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken, damit niemand das durchmachen muss, was ich diese Woche erlebt habe.

Please share this with every new mum and pregnant woman you know... COLD SORES CAN BE FATAL FOR A BABY. Before 3 months...

Posted by Claire Henderson on Tuesday, September 15, 2015


Claire hat recht. Die wenigsten Eltern wissen, wie gefährlich der Herpes-Virus sein kann. Ihre deutliche Warnung ist durchaus angemessen.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. warnt, dass der Virus bei ungeborenen Kindern zu Fehlbildungen führen oder sogar eine Fehlgeburt auslösen kann. Dieser seltene Fall tritt ein, wenn eine schwangere Frau sich mit Herpes infiziert und der Virus sich im gesamten Körper ausbreitet.

Häufiger erfolgt die Ansteckung während oder nach der Geburt. Schwangere, die unter einer akuten Herpes-Erkrankung im Genitalbereich (Herpes genitalis ) leiden, sollten daher einen Kaiserschnitt erwägen.

Denn bei Neugeborenen kann der Kontakt mit Herpes eine Gehirnhautentzündung auslösen, die zu geistigen Defekten oder sogar zum Tod führen kann. Der Virus kann auch die Leber, Lunge, Milz, Nieren, Augen und andere Organe angreifen. Das gilt für beide bekannten Herpes-Formen: Genital- und Lippenherpes.

Je nach Verlauf der Infektion treten bei den Säuglingen unterschiedliche Symptome auf. Möglich sind lokale Beschwerden wie Bläschen, aber auch die Ausbreitung des Virus in der Blutbahn und damit im ganzen Körper. In diesem Fall sinken die Überlebenschancen dramatisch, denn das Immunsystem der Babys ist nicht weit genug entwickelt, um die Erkrankung zu bekämpfen.

Wer eine akute Herpes-Entzündung hat, sollte daher möglichst nicht in die Nähe von Neugeborenen kommen und Küsse auf den Mund unbedingt vermeiden.


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