POLITIK
21/09/2015 10:29 CEST | Aktualisiert 21/09/2015 10:46 CEST

Diese Zeitung hat den besten Kommentar zum Wiedererstarken von Pegida

dpa
Diese Zeitung hat den besten Kommentar zum Comeback von Pegida

Die Flüchtlingskrise beschert auch den Populisten wieder Zulauf. Nachdem Pegida in den vergangenen Wochen fast von den Straßen und Plätzen Deutschlands verschwunden war, erlebt die Bewegung jetzt wieder ein Hoch. Grund ist wohl die Flüchtlingskrise, die wieder mehr Sympathisanten auf die Straßen treibt.

Auch die Lokalzeitung Kölner Express beschäftigte sich am Wochenende mit Pegida - genauer gesagt, mit dem Düsseldorfer Ableger der Bewegung Dügida. Dabei wählte die Zeitung eine ganz besondere Form, um mit den Demonstrationen umzugehen: Eine leere Seite.

Die Aktion fand sofort Unterstützung in den sozialen Netzwerken wie Twitter. Hier sind einige der Reaktionen, samt Abbildung der leeren Seite:

Die Zeitung begründet ihren Protest so:

"Das ist ungewöhnlich. Es ist unsere Art des Protestes! Und den erkläre ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, gerne.

15 Mal haben wir bereits über die Demos der fremdenfeindlichen „Dügida“ berichtet. 15 Mal den Unsinn gehört, der dort erzählt wird. 15 Mal bereits haben wir auch gesehen - mit Bewunderung und Anerkennung - wie die Gegner der „Dügida“ für ein buntes, demokratisches, christliches und weltoffenes Düsseldorf aufstehen.

15 Mal haben wir erlebt, wie die Polizei hier mit großem Aufwand Zusammenstöße verhindert hat. 15 Mal haben wir registriert, wie die Geschäftsinhaber und Anwohner wegen Absperrungen litten. 15 Mal haben wir auch die armen Autofahrer oder Rheinbahnkunden bemitleidet, die nicht durch die City kamen.

Und jetzt reicht es langsam. Jetzt, wo der „Dügida“-Zug auch noch an der Stelle, wo früher die Synagoge stand, entlang marschieren will, haben wir einfach keine Lust mehr, diesem Bündnis der Verwirrten, Provokateure und deren Mitläufern Platz und Raum in unserer Zeitung einzuräumen.

„Kein Platz für Rechts“ ist das Motto der versammelten Gegendemonstranten. Keinen Platz für Rechts haben wir heute auch im EXPRESS.

Und das soll nun auch so bleiben, sofern bei den Demos nichts wirklich Bedeutendes passiert. Eine Stadt wie Düsseldorf, wo Flüchtlinge in diesen Tagen herzlich empfangen werden, hat bessere Geschichten verdient."

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