POLITIK
20/09/2015 04:46 CEST | Aktualisiert 20/09/2015 04:47 CEST

Brandanschlag auf Notunterkunft für Flüchtlinge in Wertheim

Die Polizei ermittelt zum Brandanschlag in Wertheim
ullstein bild via Getty Images
Die Polizei ermittelt zum Brandanschlag in Wertheim

Schon wieder Feuer in einer Notunterkunft für Flüchtlinge. Im baden-württembergischen Wertheim ist in der Nacht zum Sonntag ein Brandanschlag auf eine geplante Notunterkunft für Flüchtlinge verübt worden. Seit Samstag standen in der Sporthalle 330 Betten, jetzt sei das Gebäude einsturzgefährdet und nicht mehr nutzbar.

Hinweise deuten auf Einbruch hin. An der Rückseite der Sporthalle fanden Polizisten Einbruchsspuren. Verletzte gab es keine, weitere Einzelheiten teilten die Ermittler zunächst nicht mit. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot angerückt.

In der Gemeinde gibt es besonders viele Flüchtlinge. Wertheims Oberbürgermeister Stefan Mikulicz (CDU) erklärte, er sei bestürzt und betroffen. Die Kleinstadt mit 22.500 Einwohnern sieht sich Flüchtlingsströmen wie kaum eine andere Gemeinde in Baden-Württemberg gegenüber. 600 Migranten kamen in einem Ortsteil mit 900 Einwohnern unter. Weitere 400 Schutzsuchende sollten noch kommen.

Wertheim ist überfordert. Erst kürzlich hatte Oberbürgemeister Mikulicz einen Hilferuf an die Landesregierung gerichtet. Es drohe der Kollaps, warnte er. Bei der Betreuung der bestehenden Notunterkunft seien die ehrenamtlichen Hilfskräfte „mit ihren Kräften absolut am Ende.“

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