POLITIK
19/09/2015 06:29 CEST | Aktualisiert 19/09/2015 06:42 CEST

Militärpräsenz verstärkt: Putin schickt Kampfjets nach Syrien

AP

Lange wurde über Russlands Rolle im Syrien-Konflikt spekuliert. Jetzt ist es offenkundig: Putin rüstet in dem Bürgerkriegsland massiv auf. Wie von den USA befürchtet verstärkt Russland seine militärische Präsenz in Syrien mit jeder Woche.

Jetzt hat Russland auch Jagdflugzeuge dorthin geschickt. Wie "CNN" unter Berufung auf Pentagonvertreter berichtet, hat Putin vier Kampfjets vom Typ Sukhoi Su-27 in die syrische Küstenstadt Latakia verlegt.

Die Aufrüstung geschah kurz vor dem Gespräch zwischen Russland und den USA. Die Jagdflugzeuge wurden "CNN" zufolge wenige Stunden vor einem Telefonat von US-Verteidigungsminister Ashton Carter und seinem russischen Amtskollegen Sergej Schoigu bemerkt. Das 50-minütige Gespräch war das erste der beiden in diesem Jahr. Die USA sprachen von einem "konstruktiven Austausch". Die beiden Länder würden nun gemeinsam an einer Lösung für den Konflikt in Syrien arbeiten, hieß es aus dem Pentagon am Freitag.

Russland hat in Latakia bereits einen Stützpunkt. Zuvor waren in der Stadt bereits russische Transportflugzeuge gelandet, die nach Angaben aus Moskau Hilfsgüter an Bord hatten.

Was Putin mit den Kampfjets vorhat, weiß niemand so genau. Beobachter spekulieren, dass Russland die Flugzeuge zur Unterstützung des Regimes des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad verlegt haben könnte. Moskau ist ein wichtiger Verbündeter Assads. In Tartus, dem zweiten syrischen Mittelmeerhafen, gibt es eine Versorgungsstation für die russische Marine.

Zum weiteren Vorgehen äußert sich Russland nur sehr vage. Moskau hat bislang nur die Anwesenheit von Beratern und Militärexperten in Syrien eingeräumt. Die Entsendung von Soldaten in das Bürgerkriegsland schließt Russland aber nicht aus.

mit Material von dpa

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