LIFESTYLE
18/09/2015 14:40 CEST

Diese Mutter hat mit einem Facebook-Post eine wirklich wichtige Diskussion angestoßen

Danielle Haines aus Arizona hat eine aufrichtige Diskussion in Gang gesetzt - mit einem Facebook-Post. Ihr Thowback-Bild, dass sie direkt nach der Geburt ihres Sohnes zeigt. Jetzt bietet sie Müttern eine Plattform, auf der sie ihre eigenen postnatalen Erlebnisse teilen können - ohne Angst vor Verurteilung oder Scham haben zu müssen.

Am 12. September hatte Haines ein Bild von sich selbst und ihrem Sohn Ocean gepostet. Das Bild war drei Tage nach Oceans Geburt, im November 2014 entstanden. Auf dem Bild ist Haines den Tränen nahe, trägt kein Hemd und hält ihr Baby an ihre Brust gedrückt.

This is a picture of me 3 days postpartum. I was so raw and so open, I was a fucking mess. I loved my baby, I missed...

Posted by Danielle Haines on Samstag, 12. September 2015


Zu dem emotionalen Schnappschuss schrieb Haines:

“Ich war so echt und offen. Ich war ein verdammtes Chaos. Ich liebte mein Baby, ich vermisste seinen Vater (er fing an dem Tag wieder an zu arbeiten), ich war sauer auf meine Mutter, mein Herz tat mir für meinen Bruder weh, weil unsere Mutter uns verlassen hatte. Und ich hatte plötzlich einen Sohn, der aussah wie er. Meine Brustwarzen waren aufgerissen und bluteten, meine Muttermilch war fast da, mein Sohn hatte großen Hunger. Ich war traurig, weil ich darüber nachdachte, dass es Menschen gibt, die Babys töten - absichtlich. Ich hatte nicht mehr geschlafen seit die ersten Wehen eingesetzt hatten. Ich wusste nicht, wie ich meine Brüste wegpacken sollte, meine Vagina tat weh, weil ich beim Stillen den ganzen Tag darauf saß. Ich verlor langsam den Verstand.”

Haines schreibt in ihrem Beitrag außerdem über die wundervolle Hilfe, die sie in diesen ersten Tagen von ihren Freundinnen und Verwandten bekommen hat. Des Weiteren lädt sie andere Mütter dazu ein, ihre eigenen Erlebnisse aus der Zeit direkt nach der Geburt zu teilen.

"Ich hatte eine magische postpartale Zeit,” schließt Haines. “Es war nicht einfach, aber ich wurde so unterstützt und daran erinnert, dass alle anderen Mütter vor mir das auch durchgemacht haben und dass auch ich es schaffen würde.”

Haines' Facebook-Post wurde über 20.000 Mal geteilt. Darunter stehen unzählige emotionale Kommentare von anderen Müttern, die ähnliche Erlebnisse mit der Welt teilen wollen.

"Für mich war die Zeit nach der Geburt zuerst sehr schwerig,” schreibt Monica Kurtz in einem Kommentar. “Ich hatte das Gefühl, versagt zu haben, weil die Geburt ganz und gar nicht nach Plan verlaufen war. Ich hatte das Gefühl, dass jeder einmal vorbeikam, um mein Baby zu sehen - und dann war ich wieder völlig allein.”

“Danke, dass du diesen wunderschönen und wahren Moment mit uns geteilt hast”, schreibt eine andere Kommentatorin.

Lisa Compton schreibt, "Starkes Bild. Das erinnert mich an meine ersten Tage als Mutter. Eine sehr intensive Zeit. Es ist unglaublich toll, deine Geschichte zu lesen. Es macht mich wahnsinnig dankbar, dass es Mütter wie dich gibt, die ihre Erlebnisse so offen teilen.”

In einem weiteren Beitrag schreibt Haines, dass sie den Post ursprünglich verfasst hatte, während sie darauf wartete, dass ein Reifen an ihrem Auto gewechselt wurde. Sie teilte ihn mit einer privaten Geburtshilfe-Gruppe und danach erst auf ihrer eigenen Seite. Sie sei sehr Dankbar für die Reaktionen und rief andere Mütter dazu auf, auch ihre Erlebnisse zu teilen.

Hello new friends!! Apparently the post I wrote about my 3rd day postpartum has gone viral! I have been contacted by...

Posted by Danielle Haines on Montag, 14. September 2015


Die großartigen Reaktionen auf das Bild haben Haines und ihre Freundin Katie DiBenedetto dazu gebracht, eine Art Beichtstuhl für die postpartale Zeit einzurichten. Eine Webseite und Facebook-Page, auf der Mütter ermutigt werden, auch ihre Geschichten zu erzählen und mit anderen Müttern zu teilen.

"In der wundervollen und anstrengende Zeit nach der Geburt, sind wir nicht allein,” steht in der Beschreibung der Seite.

Das ist eine wirklich wichtige Nachricht.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich bei der Huffington Post USA und wurde aus dem Englischen von Franca Lavinia Meyerhöfer übersetzt.


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