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17/09/2015 11:56 CEST | Aktualisiert 17/09/2015 12:31 CEST

Frankreich hat eine richtungsweisende Entscheidung zu Sonnenstudios getroffen

GoodLifeStudio via Getty Images
So sieht es in Frankreich bald nicht mehr aus

In Frankreich gibt es wahrscheinlich bald keine Sonnenstudios mehr. Eine Kommission des französischen Senats hat Dienstagabend die Gesundheitsgesetze verschärft. Die Neuerungen beinhalten auch ein Verbot für Solarstudios.

Der Grund, warum die Franzosen ab sofort nur noch mit ihrer Sommerbräune glänzen sollen, ist einleuchtend: Durch Solarien ist die Zahl der Hautkrebsfälle drastisch angestiegen.

„Der Verkauf und die Bereitstellung von Bräunungsgeräten, egal ob gratis oder gegen Bezahlung, sind verboten“, schreibt der Verfasser, der Abgeordnete Jean-François Longeot. Wer dem neuen Gesetz nicht folgt, kann mit einer Geldstrafe von 100.000 Euro rechnen. Der Abgeordnete schreibt, es bestünde kein Zweifel mehr an ihrer Schädlichkeit.

Das sagen die Profis dazu

Wissenschaftler bestätigen das erhöhte Hautkrebsrisiko, das durch künstliche Sonnenbäder entsteht. Zwischen 1980 und 2005 hat sich das Risiko nämlich verdreifacht. Die WHO hat Solarien seit 2009 als eine der höchsten Gefahren für Krebs identifiziert. Asbest, Zigaretten und Alkohol liegen auf gleicher Ebene.

Melanome, die schlimmste Hautkrebsart, steht auf Platz neun der häufigsten Krebsarten in Frankreich. Allein 2011 sind dort über 1600 Menschen daran gestorben. Die Sorge ist also gerechtfertigt. Das Sonnenbank-Verbot tritt allerdings nur in Kraft, wenn die Nationalversammlung dem zustimmt.

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