LIFE
15/09/2015 10:30 CEST | Aktualisiert 02/10/2015 13:31 CEST

Ein 17-Jähriger ging an einem Paar vorbei und sah die Angst in den Augen der Frau. Dann hatte er eine Idee

Der 17-jährige Malyk Bonnet kam gerade von der Arbeit und wollte nach Hause. An der Bushaltestelle bemerkte er ein streitendes Paar. Die Frau sah ängstlich aus.

Das Paar wollte nach Laval im kanadischen Quebec und bat Malyk um Geld für die Busfahrt. Der 17-Jährige beschloss, dem Mann das Geld zu geben. Er sagte ihm, dass er ebenfalls nach Laval wolle und mit ihnen reisen würde. Malyks Plan war, die beiden so lange wie möglich an einem öffentlichen Ort zu halten. Er hatte einfach kein gutes Gefühl bei der Sache.

Und er hatte Recht. Wie sich später herausstellte, rettete er der Frau durch sein Verhalten das Leben.

Dem Sender CBS News erklärte Malyk sein Vorhaben: "Ich entschied mich, freundlich zu dem Mann zu sein, damit er mir vertraut. Also spielte ich mein Spiel."

Auf dem Weg nach Laval plauderte Malyk mit dem Mann. Er wartete auf den richtigen Moment, um die Polizei zu rufen, doch sein Handy-Akku war leer. Deshalb ging er noch einen Schritt weiter.

In Laval angekommen, bot er dem Paar an, es zum Essen einzuladen. Er gab dem Mann 50 Dollar und verschwand unter einem Vorwand auf die Toilette, wo er das Telefon eines anderen Gastes benutzte, um die Polizei anzurufen.

Was Malyk nicht wusste: Die Polizei suchte bereits nach der Frau.

"Wir suchten nach einer 29-jährigen Frau, die von ihrem Ex-Freund entführt worden war und wir hielten den Mann für extrem gefährlich", sagte Leutnant Daniel Guérin von der Polizei Laval.

Der Mann hatte seine Ex-Freundin bereits mehrfach angegriffen und gedroht, sie umzubringen.

Wenige Minuten nach Malyks Anruf nahmen die Beamten den verdächtigen Mann fest. Die Frau war sichtlich erleichtert: "Sie hat fast geweint. Sie war so glücklich, so glücklich, dass er nicht mehr da war", sagte Malyk.

Seit seiner Rettungsaktion ist der Teenager eine echte Berühmtheit in seiner Heimatstadt Montreal. Presse und Anwohner feiern ihn als als mutigen Helden - zurecht. Doch Malyk sagt, für ihn war es eine Selbstverständlichkeit.


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