POLITIK
15/09/2015 04:37 CEST | Aktualisiert 15/09/2015 05:52 CEST

Was will Putin mit DIESEN Waffen in Syrien?

Getty
Der russische Präsident Wladimir Putin

Russland soll einige seiner modernsten Panzer nach Syrien geliefert haben. Das berichten die US-amerikanische "New York Times" und einige andere US-Medien unter Berufung auf US-Beamte.

Die US-Regierung scheint eine genaue Aufstellung der russischen Waffen zu haben. Nach dem Bericht der "New York Times" sollen amerikanische Experten etwa ein Dutzend Tanks vom Typ T-90, 15 Haubitzen, 35 Schützenpanzer, 200 Marine-Soldaten und Fertigbauten für 1.500 Soldaten nach Syrien gebracht haben. Mehr Waffen seien auf dem Weg, sagen die US-Beamten. Der T-90 ist der modernste Kampfpanzer, den Russland einsatzbereit hält.

Russland will außerdem einen Luftwaffenstützpunkt einrichten. Nach Ansicht von Beamten des Pentagons würden die Waffen und die Ausrüstung darauf hindeuten, dass Russland den Flughafen von Latakia im Westen des Landes in einen bedeutenden Umschlagplatz für Militärgerät verwandeln will. Der könnte dazu dienen, mehr Waffen, Soldaten und Ausrüstung für die eigenen Truppen oder die des Assad-Regimes ins Land zu bringen.

Er könnte aber auch als Basis für Militärschläge dienen. Noch seien dort aber weder russische Kampfflugzeuge noch -hubschrauber eingetroffen, sagte Pentagon-Sprecher Jeff Davis am Montag in Washington.

Davis verurteilte den russischen Aufmarsch nicht. Die USA begrüßten die Unterstützung Russland im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien und Irak, sagte er. Sie wären aber dagegen, wenn diese Unterstützung auch militärische Hilfe für die Regierung von Präsident Baschar al-Assad bedeuten sollte.

Auch Aktivisten berichten, dass der Flughafen Latakia ausgebaut wird. Dazu würden die Soldaten derzeit die Rollbahn erweitern, meldete der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdurrahman, am Sonntag. Die Gegend um Latakia gilt als Hochburg Assads.

Russland hat seine militärischen Aktivitäten mit dem internationalen Kampf gegen die Terrororganisation Islamischen Staat begründet. Außenminister Sergej Lawrow rief am Sonntag die Weltgemeinschaft auf, die syrische Regierung in den Kampf gegen den IS einzubinden.

Mit Material der DPA

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