POLITIK
14/09/2015 13:10 CEST | Aktualisiert 01/02/2016 12:58 CET

Ein deutscher Obdachloser packt aus: Das nehmen mir Flüchtlinge weg

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Wer hat diesen Satz noch nicht gehört: "Deutschland soll sich erst mal um die Obdachlosen kümmern, anstatt um Flüchtlinge"..? Doch was denkt ein Obdachloser wirklich über Flüchtlinge?

"Was sollen Flüchtlinge mir wegnehmen?"

Torsten Schmidt lebt seit 2003 in Düsseldorf auf der Straße. Der 49-Jährige war spielsüchtig und konnte seine Miete nicht mehr bezahlen. Der "Rheinischen Post" sagte er: "Was sollen die (Flüchtlinge) mir wegnehmen?" Er befürchtet weder, dass er aufgrund der Flüchtlinge weniger Essen in Tagesstätten bekommt, noch dass sie ihm einen der kleinen Jobs wegnehmen.

Die Situation der Flüchtlinge sei eine ganz andere als seine. Die Menschen würden eine Anlaufstelle brauchen. Durch mangelnde Sprachkenntnisse hätten sie es besonders schwer.

Flüchtlinge können eine Chance für Deutschland sein

Ganz im Gegenteil: Schmidt sieht Flüchtlinge als Chance für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Wenn Flüchtlinge integriert seien, wären sie ein wirtschaftlicher Faktor, sagt er.

Doch er räumt ein, dass nicht alle Obdachlosen so denken. Viele hätten Suchtprobleme und würden sich schnell von Nazi-Parolen beeindrucken lassen. Schmidt hingegen berühre das Schicksal der Menschen sehr. "Wenn ich ein totes Kind am Strand liegen sehe, ist das schon sehr hart", sagte er.

Bald wird es besonders hart für Flüchtlinge

Er warnt, ab Oktober könne es für die Menschen im Zelt schon bedenklich werden. Spätestens ab November wird es dann richtig kalt.

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