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14/09/2015 12:29 CEST

AfD Hamburg stört sich an angeblich linksextremen Bands auf "MS Dockville"-Festival

Freiheit und Liebe auf dem "Dockville"? Die AfD sieht das etwas anders
Facebook / MS Dockville
Freiheit und Liebe auf dem "Dockville"? Die AfD sieht das etwas anders

Die AfD Hamburg will keine ihrer Ansicht nach linksextremen Bands mehr auf dem Festival „MS Dockville“ sehen. Dass die Hamburger Kulturbehörde diese Veranstaltung auch noch finanziere, sei nicht in Ordnung. „Hier wurde eine rote Linie überschritten!“, schreibt die Partei in einer Anfrage an das Hamburger Parlament.

Es werden auch Namen genannt. Konkret stört sie sich zum Beispiel an der Band „Slime“ und deren Hits „Bullenschweine“ und „Polizei SA/SS“. Außerdem wird die Gruppe „Feine Sahne Fischfilet“ genannt, mit der sich der Verfassungsschutz Mecklenburg-Vorpommern exzessiv auseinandersetzt.

Deshalb stellt die Partei einige Fragen an die Kulturbehörde:

  • „Hat sich die Kulturbehörde die Mühe gemacht, die Musikgruppen auf der Internetseite des besagten Festivals anzuschauen?“
  • „Wie bewertet die Kulturbehörde Musiktexte, die den Staat und Vertreter der Exekutivorgane, wie die Polizei, verunglimpfen?“
  • Und vor allem: „Auf dem Gelände des MS Dockville Festival werden rassistische, sexistische, homophobe und andere Belästigungen sofort geahndet und enden mit einem Verweis vom Festivalgelände. Verbotene Symbole in jeglicher Form, Propagandamaterial sowie rechtsextremistische Musik sind strengstens untersagt! Gelten diese Bestimmungen beziehungsweise Richtlinien sinngemäß auch für den Linksextremismus?“

Die Kulturbehörde sieht die Sache gelassen. Dem Online-Magazin „Vice“ sagte ein Sprecher, dass man davon ausgehe, dass sich alle Künstler an geltende Gesetze halten.

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