POLITIK
13/09/2015 10:43 CEST | Aktualisiert 13/09/2015 11:43 CEST

NRW schlägt Alarm: "Wissen nicht, wo wir die Flüchtlinge unterbringen sollen"

dpa
NRW schlägt Alarm

Nordrhein-Westfalen sieht sich bei der Aufnahme von Flüchtlingen allmählich an der Belastungsgrenze. Innerhalb einer Woche waren ungefähr 10.000 Flüchtlinge in Sonderzügen aus Bayern nach NRW gekommen. "Wir stehen schon die ganze Woche an der Seite der Kollegen in Bayern und schaffen täglich neue Kapazitäten", sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Sonntag. "Wir wissen jedoch nicht, wie lange wir das noch durchhalten."

Inzwischen drohe in Nordrhein-Westfalen dasselbe Problem wie in Bayern, hieß es in Düsseldorf. "Dann wissen wir einfach nicht mehr, wo wir die Menschen unterbringen sollen", sagte der Sprecher. Allein die Stadt München hat seit Ende August 63.000 Flüchtlinge empfangen und versorgt.

Mittlerweile sehen sich viele Bundesländer von der Anzahl der Flüchtlinge überfordert. Die rheinland-pfälzische Regierungschefin Malu Dreyer (SPD) forderte eine Sonderkonferenz der Ministerpräsidenten. Das bayerische Kabinett will noch am Sonntag Sofortmaßnahmen beschließen. Die CDU-Landes- und Fraktionschefin aus Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner, erklärte am Sonntag: "Dieses Zuzugstempo wird nicht zu schultern sein. In diesem Tempo wie jetzt werden wir nicht dauerhaft Flüchtlinge aufnehmen können."

Mit Material der dpa

Weitere Nachrichten zur Flüchtlingskrise und findet ihr in unserem News-Blog.

2015-08-06-1438870629-2559366-10000.png

200 Menschen aus Deutschland, darunter Politiker, Schauspieler, Musiker, Studenten und andere Menschen haben in der Huffington Post ein wichtiges Zeichen gesetzt: Sie haben den Flüchtlingen in Deutschland zugerufen: "Willkommen, gut, dass ihr hier seid, weil..."

Seit dieser Aktion erreichen uns täglich weitere Dutzende Beiträge zu diesem Thema. Wenn Sie sich an der Diskussion mit einem eigenen Artikel beteiligen wollen, schreiben Sie an blog@huffingtonpost.de.

Es ist Zeit, dass wir in Deutschland ein Zeichen setzen. FÜR Weltoffenheit, FÜR Toleranz und FÜR Menschen in Not