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12/09/2015 12:35 CEST | Aktualisiert 12/09/2015 13:55 CEST

Das ist die beschämende Reaktion eines Fitness-Studios auf Flüchtlinge

dpa
Migranten sind in diesem Studio unerwünscht

Seit etwa einer Woche lebt ein Gruppe junger Männer aus Syrien im beschaulichen Städtchen Ravensburg in Baden-Württemberg. Da die Männer nicht untätig herumsitzen wollten, fragten sie einen ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer, ob er ein Fitness-Studio kenne, wo sie trainieren könnten.

So ging der Mann in ein nahegelegenes Studio und erkundigte sich nach den Konditionen. Alles erschien perfekt, 19,90 Euro sollte die Mitgliedschaft für ein Jahr kosten. Doch als er noch am selben Tag mit den 15 Flüchtlingen zurückkam, änderte sich das Bild schlagartig.

"Wir dürfen keine Asylbewerber aufnehmen"

Wie "stern.de" berichtet, waren die Mitarbeiter des Studios alles andere als begeistert, als sie realisierten, dass es sich bei den potenziellen neuen Mitgliedern um Flüchtlinge handelt. "Sind das etwa Asylbewerber?", soll eine Dame gefragt haben, als der Flüchtlingshelfer mit den Sportbegeisterten im Studio erschien.

Auf die Frage, ob dies ein Problem sei, bekam der Mann folgendes zu hören: "Das geht nicht, wir dürfen keine Asylbewerber aufnehmen. Wir müssten ja dann einen Einjahresvertrag abschließen. Und "die haben ja gar kein Konto".

In einer Erklärung, die dem "Stern" vorliegt, heißt es außerdem: Es dürfen nur Personen trainieren, die Deutsch verstehen. Man müsste ihnen ja auch in die Geräte erklären können.

"Das Antidiskrimierungsgesetz ist mir egal"

Alle Beschwichtigungsversuche brachten nichts. Das Studio wollte die Männer nicht trainieren lassen, obwohl sie in der Stadt polizeilich gemeldet seien und demzufolge auch ein Konto eröffnen dürften. Schließlich wies der Mann auf das Antidiskriminierungsgesetz hin, zu hören bekam er nur "das ist mir egal".

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