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11/09/2015 07:19 CEST

So unmenschlich werden Flüchtlinge in Ungarn behandelt

Es sind schockierende Bilder, die uns in den vergangenen Tagen aus Ungarn erreichten: Eine Kamerafrau, die auf Flüchtlinge eintritt. Polizisten, die gegen Asylsuchende Schlagstöcken, Tränengas und Pfefferspray einsetzen.

Der rechtskonservative Premierminister hetzt weiterhin gegen Flüchtlinge und Deutschland und zeigt damit, dass er von den Grundwerten der Europäischen Union wenig bis gar nichts hält. Es wird immer deutlicher, dass dieses Land - zumindest mit seiner aktuellen politischen Führung - in der EU eigentlich nichts verloren hat.

Unser Video (siehe oben) zeigt, wie schlimm es in einem Flüchtlingslager in der ungarischen Stadt Röszke an der Grenze zu Serbien wirklich zugeht: Zu sehen ist die abendliche Essenausgabe in der Einrichtung. Etwa 300 Menschen stehen hinter Absperrungen und versuchen, in Plastiktüten verpackte Brötchen zu fangen. Diese werden von Polizisten mit Mundschutz in die hungrige und aufgebrachte Menge geworfen. Eltern versuchen verzweifelt, ihre Kinder über die Zäune zu heben, so dass wenigstens die Kleinsten etwas zu Essen bekommen.

Die Polizisten erinnern eher an Zoowärter, die wilden Tieren ein Stück Fleisch ins Gehege werfen. Es sind schockierende und menschenverachtende Aufnahmen, von denen man gedacht hat, dass sie im 21. Jahrhundert längst der Vergangenheit angehören würden.

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200 Menschen aus Deutschland, darunter Politiker, Schauspieler, Musiker, Studenten und andere Menschen haben in der Huffington Post ein wichtiges Zeichen gesetzt: Sie haben den Flüchtlingen in Deutschland zugerufen: "Willkommen, gut, dass ihr hier seid, weil..."

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