POLITIK
11/09/2015 12:12 CEST | Aktualisiert 11/09/2015 13:00 CEST

Wegen der Flüchtlingskrise sollen Deutsche später in Rente gehen, schlägt ein Ökonom vor

Flüchtlinge in Deutschland
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Flüchtlinge in Deutschland

Damit Deutschland den Flüchtlingsansturm ohne neue Schulden bewältigen kann, sollen die Deutschen auf die Rente mit 63 verzichten. Das fordert der Haushaltsexperte des Münchner Ifo-Instituts, Niklas Potrafke.

Die Versorgung der Flüchtlinge wird Deutschland im laufenden Jahr sechs Milliarden Euro zusätzlich kosten. 2015 können diese Kosten zwar aus unerwartet hohen Steuereinnahmen bezahlt werden. Aber danach müssen andere Lösungen her.

Steuererhöhungen und Neuverschuldung zur Finanzierung der Flüchtlingskrise lehnt Potrafke ab: "Die zusätzliche Belastung durch höhere Steuern würde den Wirtschaftsmotor zum Stottern bringen."

Er würde sich lieber den größten Posten im Bundeshaushalt vornehmen: Für Renten gibt der Staat jedes Jahr 82 Milliarden Euro aus.

Potrafke: "Im Zuge des demografischen Wandels müssten wir sowieso alle ein bisschen länger arbeiten." Deshalb sei jede Sonderregelung zur Frühverrentung überflüssig, auch die Rente mit 63. "Das war der größte Fehler der großen Koalition."

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