POLITIK
11/09/2015 03:19 CEST | Aktualisiert 11/09/2015 03:20 CEST

Flüchtlingskrise - Ex-Bundesinnenminister Friedrich: "Wir haben die Kontrolle verloren"

dpa

Der Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland ist nach Einschätzung des früheren Bundesinnenministers Hans-Peter Friedrich nicht mehr steuerbar. "Wir haben die Kontrolle verloren", sagte der CSU-Politiker der "Passauer Neuen Presse" und verwies auf die Zehntausenden Menschen, die sich unkontrolliert durch Deutschland und Europa bewegten.

Die Entscheidung, die Flüchtlinge aus Ungarn unregistriert ins Land zu lassen, sei "eine beispiellose politische Fehlleistung" der Bundesregierung und werde "verheerende Spätfolgen" haben.

So könne man nur unzuverlässig abschätzen, wie viele der jetzt kommenden Menschen IS-Kämpfer oder islamistische Schläfer seien. Er hoffe, dass dieses nicht noch zu einem bösen Erwachen führen werde. "Ich bin jedenfalls überzeugt, dass kein anderes Land der Welt sich so naiv und blauäugig einer solchen Gefahr aussetzen würde."

Friedrich fordert, die Flüchtlinge müssten bereits vor den Grenzen Europas registriert und soweit wie möglich überprüft werden. "Aus Sicherheitsgründen aber auch zur Kontrolle der Einhaltung der Flüchtlingsquoten in Europa werden wir schon bald Grenzkontrollen wieder einführen müssen. Auch wenn sich jetzt die offiziellen Erklärungen noch dagegen aussprechen, täte die Bundesregierung gut daran, sich auf diese Situation bereits heute vorzubereiten."

Nach Informationen der "Passauer Neuen Presse" haben Sicherheitsbehörden bereits 29 erwiesene Syrien-Kämpfer unter den Asylbewerbern identifiziert. Täglich gingen Hinweise auf vermeintliche IS-Kämpfer aus den Erstaufnahmeeinrichtungen ein.

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