LIFE
16/09/2015 02:00 CEST | Aktualisiert 17/09/2015 04:36 CEST

Eine britische Nanny verrät, wie sie Kinder zum Einschlafen bringt

Sie nennt sich die "Schlaf-Nanny": Lucy Shrimpton
Twitter/ The Sleep Nanny
Sie nennt sich die "Schlaf-Nanny": Lucy Shrimpton

Schlaf ist wichtig, keine Frage. Während wir uns nach einem anstrengenden Tag nach unserem Bett sehnen, um endlich die gewünschte Ruhe zu finden - genau dann stoßen Eltern häufig noch einmal an ihre Grenzen. Wenn die Sprösslinge ihre Schlafenszeit mit quengeln, weinen und schreien hinauszögern, plötzlich beginnen mit Spielzeug zu spielen, was den ganzen Tag unbeachtet in der Ecke lag, sich mit Händen und Füßen gegen die bevorstehende Nachtruhe wehren - dann ist Geduld gefragt. Geduld und Zeit.

Tipps aus eigener Erfahrung

Eine Frau, die sich mit den Problemen vieler Eltern auskennt, ist “Schlaf-Nanny” Lucy Shrimpton. Kürzlich erschien ihr Buch “The Sleep Nanny System”. In diesem gibt sie Tipps, wie Kinder leichter in den Schlaf gebracht werden können - und den Eltern somit jede Menge Kummer erspart bleibt.


Lucy Shrimpton ist selbst Mutter von zwei Kindern und kennt die Situation, wenn sie ins Bett sollen. Die Erforschung von Schlafverhalten anderer habe sie schon immer interessiert, spezialisiert ist sie auf das von Neugeborenen und Kindern bis zum 6. Lebensjahr.

Schreiende Kinder und Ehen, die zerbrechen

Sie sagt, dass viele Eltern Angst haben. Angst, dass ihre Kinder weinen, wenn sie sich beim ins-Bett-bringen von ihnen entfernen. So bleiben sie meistens am Bettrand sitzen, bis der Sprössling eingeschlafen ist. Es möchte ja niemand, dass der Nachwuchs weint. Es gibt jedoch viele andere Wege, mit denen die Kleinen ins Land der Träume geführt werden können, ohne dass dabei Tränen fließen. Vor allem Eltern können profitieren und ruhigere Nächte bekommen, wenn sie nicht wegen jedes Zuckens des Kindes aufspringen.

Nach Shrimptons Aussagen zerbrechen sogar Ehen aufgrund des Schlafverhaltens von Kindern, weil Paare abends keine Zeit mehr miteinander verbringen können, in getrennten Zimmern schlafen oder sich alles nur noch um das Kind dreht.

Doch wie stellt man es jetzt am besten an? Wie werden Kinder zu lieben, ruhigen Wesen, die gerne schlafen?

Lucy Shrimpton verrät ihre wichtigsten Tipps:

1. Kinderzimmer mit “Gute-Träume-Duft” besprühen

Hierbei geht es vor allem um Vorstellungen, die das Kind entwickeln soll. Wenn das Kinderzimmer mit "guten Träumen" gefüllt ist, wird es sich wohler fühlen und sich auf das Schlafengehen freuen. Die Nanny rät außerdem, ein kleines Fläschchen mit (farbigem) Wasser neben das Bett zu stellen. Das Kind hat somit die Möglichkeit, wenn es das Alter zulässt, selbst Monster und schlechte Träume vertreiben, wenn es in der Nacht wach wird.

2. In eine beruhigende Stimmung versetzen

Das Kind soll zur Ruhe kommen. Daher rät Shrimpton, es in einen hypnoseartigen Zustand zu versetzen. Eine beruhigende Stimme und langsames Vorlesen von Geschichten kann dabei helfen.

3. Bestimmte Verhaltensregeln anlernen

Ruhig im Bett liegen bleiben, Mama und Papa nachts nicht wecken: einfache Verhaltensregeln, die man dem Kind immer wieder sagen kann. Spielerischen Charakter bekommt das Ganze, indem zum Beispiel Sticker verteilt werden. Wenn das Kind in der Nacht brav war, bekommt es zur Belohnung am nächsten Morgen einen Aufkleber, der gesammelt wird. Und sobald es eine bestimmte Anzahl an Stickern erreicht hat, wartet vielleicht auch eine kleine Überraschung auf den Sprössling.

4. Sie nicht zu müde werden lassen

Viele Kinder gehen zu spät ins Bett. Weil die Eltern denken, dass sie dann schneller einschlafen. Aber genau das Gegenteil tritt ein. Shrimpton rät dazu, Kinder jeden Tag etwa zur selben Uhrzeit zum Schlafen zu bringen. Der beste Zeitpunkt hierfür ist für Kinder bis zum 6. Lebensjahr zwischen 18 und 20 Uhr.

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Weckruf für Schlafmützen: So stehen eure Kinder freiwillig auf

Kindernotizen

Hier geht es zurück zur Startseite