POLITIK
10/09/2015 01:25 CEST | Aktualisiert 10/09/2015 01:53 CEST

Nato und USA sind "besorgt" über Waffenlieferungen an Assad

Getty
Wladmir Putin lässt Waffen an Assad liefern

Die USA sind besorgt über die Aktivitäten russischen Militärs in Syrien. Erstmal äußerte sich das Weiße Haus direkt zu den russischen Waffenlieferungen an das Regime des Machthabers Assad. "Wir sind tief beunruhigt über Berichte, wonach Russland Soldaten und Luftfahrzeuge nach Syrien gebracht haben könnte", sagte ein Sprecher des Weißen Hauses.

Russland liefert im großen Stil Waffen an Assad. Große russische Transportflieger würden häufiger als üblich Kurs auf Syrien nehmen und Truppen sowie Fahrzeuge dorthin transportieren, zitierte der US-Sender Fox News am Mittwoch zwei namentlich nicht genannte Vertreter der US-Regierung. Die russischen Militäraktivitäten seien intensiver als je zuvor in dem seit vier Jahren andauernden Bürgerkrieg. Es gebe aber keine Hinweise auf eine russische Beteiligung an Kämpfen im Land.

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Russland unterhält im syrischen Tartus seine einzige Marinebasis im Mittelmeer. Den US-Angaben zufolge errichten russische Soldaten in der Nähe der Hafenstadt Latakia 100 zusätzliche Wohneinheiten.

Auch die Nato äußerte sich erstmals zu den russischen Aktivitäten in Syrien. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat sich beunruhigt über Berichte einer zunehmenden russischen Präsenz im Bürgerkriegsland Syrien gezeigt. "Ich weiß nicht, ob das zur Lösung des Konflikts beiträgt", sagte der Norweger am Mittwoch am Rande eines Besuchs in Prag. Die Aufgabe der Nato in der Flüchtlingskrise sah Stoltenberg darin, zur Stabilisierung der Staaten im Nahen Osten und in Nordafrika beizutragen.

Russland reagierte gelassen. Das Außenministerium in Moskau erklärte, Russland mache kein Geheimnis daraus, dass es Waffen und Rüstungstechnik im Rahmen geltender Gesetze an Syrien liefere. Der Kreml zählt international zu den letzten Unterstützern von Präsident Baschar al-Assad.

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