LIFE
09/09/2015 08:51 CEST | Aktualisiert 21/01/2018 10:27 CET

Video: Er sah seinen Vater nie als Inspiration. Bis er sein größtes Geheimnis lüftete.

Ein Junge entdeckt ein Geheimnis.
Miguel Sotomayor via Getty Images
Ein Junge entdeckt ein Geheimnis.

„Ich habe meinen Vater nie gemocht.“

John erinnert sich, wie er als kleiner Junge auf dem Tisch seines Vaters eine Notiz entdeckte, auf der stand: „Du wirst einmal ein großartiger Mann werden.“ Er nimmt sie an sich und lächelt, aber der Vater hält ihn zurück. „Das ist nicht für dich.“

Der kleine Junge zieht sich zurück.

Manchmal sieht er seinen Vater ein seltsames Clown-Kostüm tragen. „Ich habe meinen Vater nie als Inspiration gesehen. Er war arm und erfolglos.“ Etwas von seinem Taschengeld muss John beispielsweise immer in eine Sparbüchse stecken. „Warum sind wir nicht reich?“ fragt er traurig. „Wer sagt, wir wären nicht reich? Reich ist nicht wer viel hat, sondern wer viel gibt. Wenn du also gibst, macht dich das glücklicher“, antwortet sein Vater und nimmt seinem Sohn das Geld aus der Hand.

„Ich war aber unglücklich“ schließt dieser. „Ich wollte nicht werden wie mein Vater.“ Er ist ehrgeizig und lernt viel für die Schule. So erhält John ein Stipendium und kann endlich seinen Traum vom Erfolg verwirklichen – ohne die Hilfe seines Vaters, den er inzwischen verachtet. Er beginnt, hart an seiner Karriere zu arbeiten und will sich nicht mehr mit seinem Vater treffen, auch wenn der ihn anruft und darum bittet.

Kurz vor dem Geburtstag seines Vaters erhält John die Nachricht von seinem Tod.

Er fährt zurück in die alte Wohnung und findet dort Briefe, die an ihn gerichtet sind. Es sind Dankesschreiben einer Wohltätigkeitsorganisation für kranke Kinder. Als er die Organisation besucht, um genauer nachzufragen, wird er dort mit offenen Armen empfangen.

„Sie haben so viel gespendet", sagt eine Referentin und überreicht ihm eine Plakette. "Ich habe das nicht getan“, versucht John zu erklären. „Das hat Ihr Vater für Sie gespendet“, klärt ihn ein anderer Mitarbeiter auf. „Die Kinder hier vermissen ihn. Er war mit seinem Clown-Kostüm der Einzige, der sie zum Lachen bringen konnte. Er war ein selbstloser Mann und wollte so vielen Leuten helfen. Nur hat er niemandem erzählt, wie krank er war.“ Er stockt und schweigt.

John ist überwältigt.

Endlich versteht er, was mit seinem Taschengeld passiert ist und warum sein Vater manchmal ein Clown-Kostüm trug. Er fährt nach Hause und betrachtet das Bild seines Vaters lange – und beschließt, den Geburtstag seines Vaters so zu feiern, wie der es sich gewünscht hätte: Er schlüpft in sein Clown-Kostüm und fährt wieder zurück in die Wohltätigkeitsorganisation, um dort die Kinder zum Lachen zu bringen.

Diese Geschichte erzählt Daniel Yam in einem kurzen, berührenden Film.

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