POLITIK
08/09/2015 12:34 CEST

Koranverteilung: So perfide wollen Salafisten Flüchtlinge ködern

dpa
Salafisten wollen Flüchtlinge mit dem Koran anwerben

Diese "Willkommensbotschaft" ist bestimmt nicht gut gemeint: Salafisten haben versucht, vor einer Hamburger Flüchtlingsunterkunft Korane zu verteilen. 1.500 Exemplare der für Muslime heiligen Schrift sowie Fladenbrote wollten sie an die Asylsuchenden spenden, sagten sie Sicherheitskräften vor den als Unterkunft genutzten Messehallen, wie die "taz" berichtet .

Die Mitarbeiter verboten ihnen den Zutritt. Daraufhin kam es zu einer Auseinandersetzung: Freiwillige Helfer wurden beschimpft, jüngere Salafistinnen rissen einen Sichtschutz herunter. Die Fraktionsvorsitzende der Hamburger Linken, Cansu Özdemir, bestätigte das Ereignis gegenüber der Zeitung. Sie zeigte einem Augenzeugen Fotos der Salafisten.

So stellte sich heraus: Mindestens einer der Teilnehmer hatte bereits Korane bei der Aktion "Lies!" an Passanten verteilt. Die "Lies"-Kampagne im Januar 2015 wurde von radikalen Salafisten organisiert und von Polizei und polizeilichem Staatsschutz offen und verdeckt überwacht.

Özdemir kritisierte die Aktion der Salafisten scharf. Sie sagte: "Die Menschen sind gerade vor dieser totalitären Ideologie geflohen und werden jetzt wieder mit ihr konfrontiert."

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