POLITIK
05/09/2015 04:10 CEST | Aktualisiert 05/09/2015 04:11 CEST

Kubicki: FDP wird bei Wahlen 2016 mindestens sieben Prozent holen

dpa

Die FDP wird nach Einschätzung von Parteivize Wolfgang Kubicki mit Erfolgen im Superwahljahr 2016 die Voraussetzungen für den Wiedereinzug in den Bundestag ein Jahr später schaffen. "Ich bin überzeugt davon, dass wir nach Bremen und Hamburg auch bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt im kommenden Frühjahr um die sieben Prozent und mehr holen werden", sagte Kubicki der Deutschen Presse-Agentur.

Da die Ausgangslagen sehr unterschiedlich seien, werde es für diese Wahlen am 13. März keine gleichlaufende Strategie geben.

In Baden-Württemberg erwartet Kubicki einen medialen Zweikampf zwischen Grünen und CDU, weil die Grünen mit Winfried Kretschmann den Ministerpräsidenten stellen und die CDU nicht verwunden habe, dass sie nach Jahrzehnten aus der Regierung katapultiert wurde.

"SPD und FDP werden es aller Voraussicht nach im Wahlkampf schwer haben, medial ausreichend wahrgenommen zu werden", sagte der Kieler Fraktionschef voraus. "Für unseren Spitzenkandidaten Hans-Ulrich Rülke wird es darauf ankommen, deutlich zu machen, dass eine vernünftige Politik vor allem auch für den im Südwesten stark verankerten Mittelstand nur mit der FDP möglich ist."

"In Rheinland-Pfalz haben wir die Option zu einem wirklichen Politikwechsel - mit Schwarz-Gelb oder auch Rot-Gelb", sagte Kubicki. Neben den Spitzenkandidatinnen Julia Klöckner (CDU), Regierungschefin Malu Dreyer (SPD) und Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Grüne) sei Volker Wissing von der FDP der einzige Mann auf dem Spielfeld. "Das ist bei dieser Konstellation nicht von Nachteil."

Besonders spannend ist aus Kubickis Sicht das Rennen in Sachsen-Anhalt. "Die FDP muss dort dokumentieren, dass sie auch in einem ostdeutschen Bundesland Wahlen gewinnen kann." Sie habe mit dem jungen Unternehmer Frank Sitta einen charismatischen und angesehenen Spitzenkandidaten. "Da die Wähler im Osten nicht so an Parteien gebunden sind, glaube ich, dass wir dort erfolgreich sein können."

Für 2017 sieht Kubicki die FDP auf einem guten Weg zurück in den Bundestag. "Wir werden zuvor bei allen Wahlen erfolgreich sein." 2016 wird auch noch in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern gewählt, 2017 vor der Bundestagswahl in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und im Saarland. Er fügte hinzu: "Bis 2017 werden die Menschen, die wir erreichen können, dieser großen Koalition in Berlin extrem überdrüssig sein und eine andere Konstellation wollen."

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