POLITIK
02/09/2015 05:40 CEST | Aktualisiert 02/09/2015 05:41 CEST

Gefäßverschluss im rechten Bein: Helmut Schmidt auf der Intensivstation

Altkanzler Helmut Schmidt: Besteht Lebensgefahr?
dpa
Altkanzler Helmut Schmidt: Besteht Lebensgefahr?

Altkanzler Helmut Schmidt liegt auf der Intensivstation einer Hamburger Klinik. Nach Informationen des "Hamburger Abendblatts" muss er wegen eines Gefäßverschlusses möglicherweise operiert werden.

Schmidt leidet unter einem Gefäßverschluss im rechen Bein.Das "Abendblatt" beruft sich auf einen Freund des 96-Jährigen, der sagt, die Lage sei ernst.

"Die Lage ist sehr ernst" , sagte Schmidts Leibarzt, Prof. Heiner Greten der "Bild". "Die Verstopfung im Gefäß ist langstreckig, konnte bisher nicht durch einen Katheter eröffnet werden." Der Einsatz eines Katheters habe am Dienstag keine Klärung bringen können.

schmidt

Am Mittwoch soll geklärt werden, ob Schmidt operiert werden muss. Eine solche Operation sei "höchst aufwendig und schwierig." Die Asklepios-Klinik im Stadtteil St. Georg, wo der Altkanzler liegt, verfügt über ein hochmodernes Zentrum für Herz- und Gefäßchirurgie.

Erst Anfang August war der SPD-Politiker für wenige Tage in dem Krankenhaus gewesen. Damals hatte nach Medienberichten Flüssigkeitsmangel dem 96-Jährigen gesundheitliche Probleme bereitet.

Ein Gefäßverschluss ist Folge eines Blutgerinnsels, das langsam größer wird und die Arterie verschließt. In der Regel gibt es bereits eine fortgeschrittene Arteriosklerose. Mediziner sprechen laut "Abendblatt" von einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit.

Bei einem Menschen in so hohem Alter wie Helmut Schmidt sei eine solche Diagnose immer ein großes Problem. Eine Operation wäre "hochgradig kompliziert". Akute Gefäßverschlüsse können lebensbedrohlich sein, wenn es keine Umgehungskreisläufe gibt und ein lebenswichtiges Organ nicht mehr mit Blut versorgt wird.

Mit Material von dpa

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