POLITIK
02/09/2015 07:13 CEST | Aktualisiert 02/09/2015 07:48 CEST

Bewegender Aufruf: Schalke 04 begeistert mit Video gegen Fremdenfeindlichkeit

Deutschland kennt derzeit nur ein Thema: Flüchtlinge. Zu Hunderten kamen sie in den vergangenen Tagen am Hauptbahnhof in München an. Die Reaktion vieler Münchner: Sie bringen Wasser, Lebensmittel, sie wollen helfen. Zur Flüchtlingswelle kommt eine Unterstützungswelle.

Aber es gibt auch die hässlichen Bilder: Flüchtlinge, die von Nazis angepöbelt werden, Angriffe auf Unterkünfte, Demonstrationen gegen die Neuankömmlinge.

Schalke 04 gegen Fremdenfeindlichkeit

Gegen dieses dunkle Deutschland, gegen die hässlichen Reaktionen, wendet sich jetzt der Fußballverein Schalke 04 und setzt ein Zeichen. In einem Video treten die Ex-Schalke-Stars Gerald Asamoah und Hans Sarpei mit dem aktuellen Team des Bundesligisten auf. Der Titel: "Steht auf, wenn ihr Menschen seid" - eine Anspielung auf den Schlachtruf "Steht auf, wenn ihr Schalker seid."

In einer Erklärung des Vereins für die Aktion heißt es:

"Angesichts der aktuellen politischen Debatte über den Umgang mit den großen Flüchtlingsströmen in Deutschland entstand schon in der vergangenen Woche der große Wunsch, sich als Verein zu diesem Thema klar zu positionieren."

Weiter sagt Asamoah im Video:

„Wenn alle Leute Zivilcourage zeigen, wenn sie darüber reden und sagen: ‚So geht es nicht!‘ Dann erreicht man sehr viel. Wir müssen ein Zeichen setzen. Das heißt: Wir müssen aufstehen!“

Die Botschaft kommt an. Tausende haben das Video in den sozialen Netzwerken schon gesehen, viele haben es geteilt. Seht den wichtigen und bewegenden Aufruf im Video oben.

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200 Menschen aus Deutschland, darunter Politiker, Schauspieler, Musiker, Studenten und andere Menschen haben in der Huffington Post ein wichtiges Zeichen gesetzt: Sie haben den Flüchtlingen in Deutschland zugerufen: "Willkommen, gut, dass ihr hier seid, weil..."

Seit dieser Aktion erreichen uns täglich weitere Dutzende Beiträge zu diesem Thema. Wenn Sie sich an der Diskussion mit einem eigenen Artikel beteiligen wollen, schreiben Sie an blog@huffingtonpost.de.

Es ist Zeit, dass wir in Deutschland ein Zeichen setzen. FÜR Weltoffenheit, FÜR Toleranz und FÜR Menschen in Not