POLITIK
03/09/2015 01:41 CEST

Unglaublich: Neonazi war Wachmann im Füchtlingsheim Heidenau

Rechte Demonstranten in Heidenau
Getty
Rechte Demonstranten in Heidenau

Es klingt unglaublich: Ausgerechnet ein bekannter Neonazi soll als Wachmann im Flüchtlingsheim in Heidenau gearbeitet haben, als es zu den Krawallen kam.

Philipp B. ist ein 22-Jähriger aus Dresden. Er bekennt sich auf Facebook zur NPD und zur rechtslastigen Hooligan-Gruppierung "Army of Dresden West". Der Mann wurde vom Antifa Recherche Team Dresden (ART) am Tor der Erstaufnahmeeinrichtung Heidenau wiedererkannt. Dies berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Nach Angaben der Zeitung zeige ein Foto den Mann bei der Einlasskontrolle. Auf dem Gelände des ehemaligen Praktiker-Baumarkts sind seit dem 21. August 250 Flüchtlinge untergebracht. Der Neonazi soll auch während des Besuchs von Kanzlerin Angela Merkel in Heidenau als Sicherheitsmann im Flüchtlingsheim im Einsatz gewesen sein.

Ein Sprecher des Wachdienstes Securitas bestätigte dies. Der politische Hintergrund von Philipp B. sei dem Unternehmen inzwischen bekannt geworden. "Wir untersuchen den Fall. Wir haben bereits reagiert und den Mann vom Objekt abgezogen", sagt er. B. habe für einen Subunternehmer von Securitas gearbeitet. Die Personalunterlagen, darunter auch das polizeiliche Führungszeugnis, seien einwandfrei gewesen.

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