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02/09/2015 12:47 CEST | Aktualisiert 02/09/2016 07:12 CEST

Neuer Kriminalroman der Erfolgsautorin Charlotte Link

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Charlotte Link im vergangenen Jahr auf der Buchmesse in Frankfurt

Zunächst zum Inhalt: "Ein zu Brei geschlagenes Gesicht" mit einer Plastiktüte über dem Kopf und an einen Stuhl gefesselt - so stirbt am Anfang von Charlotte Links neuem Roman "Die Betrogene" (Blanvalet, 640 Seiten, 9,99 Euro) der ehemalige Polizist Richard Linville. Was hinter dem Mord steckt, will nicht nur Chief Inspector Caleb Hale wissen - mit ihm ermitteln DC Jane Scapin und DS Robert Stewart. Linvilles Tochter, selbst Polizistin bei Scotland Yard, mischt sich kräftig in die Ermittlungen ein, nicht gerade zur Freude der Kollegen... Kate Linville stößt schließlich nicht nur auf ein dunkles Geheimnis ihres Vaters aus der Vergangenheit, sondern auch noch auf mehr Leichen.

Zur gleichen Zeit entschließt sich die Familie Crane, einen Urlaub auf einer abgelegenen Farm in Nordengland zu machen. Drehbuchautor Jonas ist dem Burnout nahe - und die Ferien mit Frau und Sohn seine Chance, dem zu entkommen. Der Familie wird allerdings zum Verhängnis, dass es zwischen ihnen und dem Mordfall Linville eine Verbindung gibt.

Erfolg vorprogrammiert?

Schneller Perspektivwechsel, komplexe Handlung und tiefe Einblicke in das Innenleben ihrer Figuren - Charlotte Link zeigt in "Die Betrogene" einmal mehr, warum sie zu den erfolgreichsten Autoren in Deutschland zählt. Dass die Polizei nicht unbedingt auf der richtigen Fährte sein muss, ahnt der Leser schon. Und Kate Linville, die weder im Job, noch im Privatleben glücklich und erfolgreich ist, scheint in diesem Buch nicht die einzige zu sein, die um ihr Leben betrogen wurde. Da ist der leitende Ermittler mit Alkoholproblem, die verbitterte Ex-Geliebte, die hörige Freundin eines Gewaltverbrechers... Und eine Person, die grausame Morde begeht, um sich für ein zerstörtes leben zu rächen.