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01/09/2015 06:39 CEST | Aktualisiert 01/09/2016 07:12 CEST

Nach Angela Merkels Sommerpressekonferenz: Das sagt Til Schweiger

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Til Schweiger hat schon lange auf Angela Merkels Worte gewartet

Endlich äußerte sich Angela Merkel zur Flüchtlingskrise. In der Sommerpressekonferenz von Kanzlerin Merkel ging es vordergründig um die Flüchtlingskrise. Höchste Zeit, wie Til Schweiger (51) findet. Der Schauspieler und Regisseur, der sich seit Wochen öffentlich mit dem Thema auseinandersetzt, hatte lange darauf gewartet, dass die Kanzlerin Klartext spricht.

"Ich war sehr enttäuscht von Angela Merkel, weil sie so lange geschwiegen hat", sagte er der "Bild"-Zeitung. "Ich finde sie nämlich eigentlich ziemlich gut. Jetzt hat sie endlich eine Ansage gemacht!"

"Mehr Verständnis bei den Menschen erreichen"

Und was hält Schweiger von Merkels Worten? Er gebe ihr Recht, dass die Bilder, mit denen die Bürger aktuell konfrontiert sind, unsere Vorstellungen und Kraft übersteigen. "Es sollten aber noch viel mehr Bilder gezeigt werden", findet er allerdings. "Viele Menschen haben noch nie einen Flüchtling gesehen, noch nie gesehen, wie schreiende, blutende Kinder durch Aleppo rennen. Wir müssen mehr Verständnis bei den Menschen erreichen, Mut machen, dass wir das zusammen gewuppt kriegen!"

Europa ist als Ganzes gefragt

Das Merkel zufolge Europa als Ganzes gefragt sei, unterstreiche Schweiger zu 100 Prozent. "Es ist ein absolutes No-Go, dass viele Länder einfach sagen: Ätschibätsch! Kümmert ihr euch mal alleine um die Flüchtlinge, wir halten uns da raus! Es ist klar, dass Deutschland mehr tun muss als zum Beispiel Griechenland, weil wir wirtschaftlich besser dastehen. Aber es kann nicht alles auf unseren Schultern lasten."

Worten sollen Taten folgen

In ihrer Rede hatte Merkel sich auch "mit aller Härte" an diejenigen gewandt, die gegen Flüchtlinge pöbeln oder diese gar bedrohen. Nichts, "aber auch gar nichts" rechtfertige solche Handlungen. Offene Worte, die Schweiger gefallen: "Gut, dass Frau Merkel das mal so direkt anspricht. Ich hoffe, dass auf Worte Taten folgen."

Gründung einer eigenen Stiftung

Schweiger selbst lässt bereits Taten sprechen. Sein geplantes Flüchtlingsheim in Osterode ließ sich bislang zwar nicht realisieren. Indes hat der Filmemacher die Stiftung "Til Schweiger Foundation" gegründet, die Gelder für die Flüchtlingshilfe sammelt.


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