POLITIK
01/09/2015 07:34 CEST | Aktualisiert 01/09/2015 13:14 CEST

Roberto Blanco ist nicht beleidigt: Bayerns Innenminister bezeichnete den Sänger als "wunderbaren Neger"

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bezeichnete in der TV-Sendung "Hart aber fair" Roberto Blanco als „wunderbaren Neger“ und löste damit heftige Kritik aus – doch Blanco selbst fühlt sich davon nicht beleidigt.

Der Sänger sagte gegenüber „Focus Online“: „Ich fühle mich nicht von Innenminister Herrmann beleidigt. Ich bin ein stolzer Farbiger und wünsche mir auch, dass alle Farbigen, die das jetzt lesen, das auch so sehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er das böse gemeint hat.“

Die richtige Wortwahl: Es wäre jedoch „schlauer“ gewesen, wenn er das Wort „Farbiger“ benutzt hätte, sagte Blanco weiter. Der Entertainer ist wie Hermann übrigens CSU-Mitglied.

Herrmann rechtfertigte sich inzwischen für seine Wortwahl. Als Reaktion des auf seine Äußerung gefolgten Shitstorms hat sich auch der bayerische Innenminister geäußert, schreibt „Focus Online“: „Ich verwende das Wort Neger sonst nie.“ Er habe nur auf den Einspieler reagiert, in dem jemand den Ausdruck benutzte.

Wieder ein Aufreger bei "Hart aber fair". Den Fehltritt leistete sich Herrmann am Montag in der Sendung zur Frage „800.000 Flüchtlinge – schafft Deutschland das?“. Das Format stand zuvor wegen einer umstrittenen Folge zum Thema Gender in der Kritik.


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