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01/09/2015 14:13 CEST

5 unschätzbare Orte, die der IS für immer zerstört hat

Sie kommen in Karawanen von Toyota Pick-ups - und bis jetzt hat sie niemand wirklich aufhalten können: die Terroristen des Islamischen Staates (IS). Seit mehr als einem Jahr bombardieren die USA und ihre Verbündeten die Dschihadisten in Syrien und im Irak. Kurdische, syrische und irakische Truppenverbände bekämpfen die Dschihadisten am Boden. Mit mäßigem Erfolg.

Selbst wenn der IS besiegt wird - er hat sich einen Platz in den Geschichtsbüchern gesichert. Zum einen wegen der unfassbaren Grausamkeiten gegenüber allen, die nicht nach seiner Pfeife tanzen. Zum anderen, weil er unschätzbar wertvolle Kulturstätten zerstört.

Auf ihren Eroberungszügen durch Syrien und den Irak vernichteten die Terroristen unzählige Zeugnisse jahrhunderte- oder gar jahrtausendealter Kultur, die in ihren Augen mit den Lehren des Islams nicht vereinbar sind. Ob Moscheen, Klöster, Tempelanlagen oder Museen - nichts ist vor der barbarischen Zerstörungswut der Kämpfer sicher.

Die Absicht hinter diesen Aktionen ist eine doppelt perfide: Es geht nicht nur darum alles angeblich unislamische zu vernichten, sondern die Erinnerung der Menschen auszulöschen, ihre Identität, ihre Kultur, ihre Vergangenheit.

Hier sind 5 Orte von unschätzbarem Wert, die die IS-Barbaren für immer zerstört haben.

1. Nimrud, die Hauptstadt der Assyrer

Im März eroberten die IS-Kämpfer die irakische Stadt Nimrud. Sofort begannen die Terroristen damit, die antiken Stätten des Ortes zu zerstören. Nimrud war einst die Hauptstadt des Assyrerreichs und wurde etwa im Jahr 1270 v. Chr. gegründet.

Antike Reliefs wie diese, Obelisken und Festungsanlagen, alle wurden sie dem Erdboden gleichgemacht:

nimrud

Ein Video der Zerstörung der Stadt seht ihr hier:

2. Mossul mit ihren schiitischen Museen

Die nordirakische Großstadt Mossul fiel bereits im vergangenen Juni in die Hände des Islamischen Staats. Die Terroristen sprengten prunkvolle schiitische Moscheen und wüteten im bedeutenden Museem von Mossul.

mossul

3. Hatra, Teil des Weltkulturerbes

Auch die zum Unesco Weltkulturerbe gehörenden Ruinen von Hatra im Nordirak wurden im März vom IS geplündert und zerstört. Die Stadt wurde im 2. Jahrhundert errichtet und war einst ein mesopotamisches Fürstentum.

So sahen die beeindruckenden Festungsanlagen der Stadt aus:

hatra

Bis die Islamisten anrückten:

4. Mar Elian, ein uraltes Kloster

Im August fiel den Terroristen das christliche Kloster von Mar Elian nahe der syrischen Stadt Homs zum Opfer. Mit Bulldozern rissen die Terroristen die aus dem vierten Jahrhundert stammende Klosteranlage nieder. Das Kloster war eines der wichtigsten Zentren der syrisch-katholischen Kirche.

Ein Screenshot aus einem Video der Islamisten zeigt das imposante Gebäude kurz vor der Zerstörung:

mar elian

Die Dschihadisten kannten keine Gnade:

5. Palmyra, Oasenstadt mit traumhaften Tempeln

Die Bilder gingen um die Welt: Nachdem die IS-Kämpfer bereits im Juli die Stadt Palmyra eingenommen hatten, zerstörten sie im vergangenen Monat die historischen Tempelanlagen der syrischen Oasenstadt.

Auch Palmyra ist Teil des Unesco-Weltkulturerbes, die Ruinenanlagen der Stadt zählen zu den spektakulärsten historischen Stätten im Nahen Osten. Wegen ihrer strategischen Lage an einer Karawanenstraße stellte der Ort im ersten Jahrhundert nach Christus einen bedeutenden Machtfaktor im Vorderen Orient dar.

Die Ruinen des Baalschamin-Tempels:

palmyra

Hier seht ihr ein Video der Zerstörung der antiken Stätten:

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