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31/08/2015 06:37 CEST | Aktualisiert 31/08/2016 07:12 CEST

Crashkurs zum Kult-Krimi "Tatort": Münster, Til Schweiger, "Polizeiruf 110"

Prof. Boerne (Liefers, l.) und Kommissar Thiel (Prahl) sind das beliebteste Team
WDR/Martin Valentin Menke
Prof. Boerne (Liefers, l.) und Kommissar Thiel (Prahl) sind das beliebteste Team

Für alle, die beim gemeinsamen "Tatort"-Schauen mitreden wollen: Hier ist alles, was ihr über die Kult-Krimis wissen müsst. "Tatort"-Schauen ist die Lieblingsbeschäftigung der Deutschen am Sonntagabend, fast immer ist der "Tatort" Quotensieger und die am längsten laufende Krimi-Serie im deutschsprachigen Raum. Seit 1970 wird der Krimi immer Sonntagabends um 20.15 Uhr im Ersten, in ORF 2 und SRF 1 ausgestrahlt. Den allerersten Fall namens "Taxi nach Leipzig" löste damals Walter Richter als Kommissar Trimmel.

Die Top-Teams

1. Derzeit sind die Ermittler Thiel und Boerne (Axel Prahl und Jan Josef Liefers) aus Münster das beliebteste Duo. Ihre Folgen erreichen stets eine Quote von über 10 Millionen Zuschauern

2. Ihnen folgt Nick Tschiller, der von Til Schweiger (51) verkörpert wird und in Hamburg sein Revier hat.

3. Die 10 Millionen Marke knackt auch regelmäßig Charlotte Lindholm in ihrem Hannover-"Tatort".

4. Die Ermittler Ballauf und Schenk (Klaus Behrendt und Dietmar Bär) aus Köln sind auch dabei.

5. Ebenso wie Borowski und Brandt (Axel Milberg und Sibel Kekilli) aus Kiel.

Die unbeliebtesten "Tatorte"

Nicht so gut kommen dagegen oftmals die Fälle aus Leipzig, vom Bodensee, aus der Schweiz oder dem Saarland bei den Zuschauern an.

Das mag zum einen daran liegen, dass sich die Teams nicht etablieren konnten, wie in Leipzig, oder auch daran, dass die typische trübe Tatort-Stimmung von früher dort noch vermehrt mitschwingt. Der Erfolg des humorvollen und unkonventionellen Münster-"Tatort" schlägt da eine andere Richtung ein.

Die Kult-Episoden

Zu den außergewöhnlichsten "Tatort"-Episoden zählen die Folgen mit Til Schweiger, Ulrich Tukur und die mit Kommissar Schimanski (Götz George).

Während Til Schweiger mit seiner Prominenz und viel Action oder auch mal nackten Tatsachen vor die Bildschirme lockt, ist es bei Ulrich Tukur die schräge und bildgewaltige Mischung aus Quentin Tarantino und Shakespeare, die den Zuschauer fesselt.

Schimanski hingegen konnte in vergangenen Folgen mit seinem prolligen Ruhrpott-Charme überzeugen, oder wie Hannes Jaenicke in einem "Bild"-Interview sagte: "Schimmi ist TV-Denkmal, Dinosaurier. Ein Polizist, dem man ansieht, dass er nicht gut riecht. Ein Bulle. Er kloppt, er säuft, er flucht. Er kauft fünf Curry-Würste."

Der Unterschied zwischen "Tatort" und "Polizeiruf 110"

Ursprünglich war der "Polizeiruf 110" das DDR-Pendant zum "Tatort". Jetzt teilen sich die beiden Formate den Sendeplatz. Während der "Polizeiruf 110" jedoch lange ein Schattendasein hinter dem "Tatort" fristete, holt er mittlerweile mächtig auf. Vor allem die Folgen mit Charly Hübner (42) als Kommissar Bukow sind bei den Zuschauern beliebt. "Sturm im Kopf" (März 2015) wollten ganze 8,55 Millionen Zuschauer sehen.

Die Specials

Neben den regulären "Tatort"-Folgen am Sonntagabend gibt es auch hin und wieder ein Schmankerl für die Krimi-Fans. An Ostern oder Weihnachten beispielsweise produziert das Erste oft eine extra Folge. Im Herbst dürfen sich Fans noch auf ein Special mit Heike Makatsch (44) freuen und im Frühjahr dann sogar auf Nick Tschiller in Leinwandgröße: Denn dann kommt Til Schweiger mit seinem dritten "Tatort" in die Kinos.


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