POLITIK
28/08/2015 02:57 CEST | Aktualisiert 01/09/2015 16:50 CEST

Alarmierender Lagebericht: In diesen 4 Städten warnt die Polizei vor gefährlichen Ruhrgebiet-Clans

dpa

Es ist ein alarmierendes Dokument der Polizei NRW: In Duisburg, Dortmund und Essen schüchtern kriminelle Gruppen die Bevölkerung ein. Regelmäßig musste die Polizei eingreifen - und ist in manchen Städten völlig überfordert.

In dem Bericht wird aufgezeigt, welcher Bedrohung die Städte täglich ausgesetzt sind. Im Detail enthüllt er (hier geht es zum Dokument), welche schwerwiegenden Probleme es in den Stadtteilen der Metropolen gibt:

1. Rechter Terror in Dortmund

In gelben T-Shirts ziehen sie durch die Straßen, jagen Homosexuelle und spielen sich als Bürgerwehr auf: Die Rechten werden in dem Bericht als „nicht zu unterschätzende Gefährdung der öffentlichen Sicherheitslage in Dortmund“ bezeichnet.

Erkennbar zugenommen habe das aggressive und gewaltbereite Verhalten Rechtsextremer gegenüber der Polizei. Durch konsequentes polizeiliches Einschreiten werde dem jedoch entgegengewirkt. Erfolge gebe es hingegen im Kampf gegen Prostitution, Vermüllung sowie Drogen- und Beschaffungskriminalität.

2. Rocker in Duisburg

Ob im Stadtteil Marxloh, den Kanzlerin Angela Merkel diese Woche besuchte, oder in Hamborn, Beek, Laar, Hochfeld sowie Altstadt/Dellviertel: Die polizeiliche Lage in Duisburg sei „maßgeblich durch soziale Brennpunkte bestimmt“, heißt es in dem Bericht. Der Grund seien südeuropäischer Einwanderer und Rocker. Sie würden ganze Straßenzüge kontrollieren.

Es gebe „unverändert Stadtbereiche, in denen größere Personengruppen versuchen, Anwohner durch massive Präsenz auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen mit einhergehenden Ordnungsstörungen und Straftaten einzuschüchtern und die Straßen für sich zu reklamieren".

Die Beamten sind dem Bericht zufolge in Duisburger Stadtteilen mit „hoher Aggressivität und Respektlosigkeit“ konfrontiert. Mitglieder der kriminellen Gruppen rotten sich zusammen und versuchen polizeiliche Maßnahmen zu stören. Besonders gegen weibliche Einsatzkräfte werde massiv vorgegangen.

3. Familienfehden in Essen

Familienfehden zwischen „Zuwanderern aus dem außereuropäischen Ausland“ haben Stadtteil Altenessen in der Vergangenheit wiederholt in verbalen und körperlichen Auseinandersetzungen geendet. Bei diesen Auseinandersetzungen gehen die Gruppen dem Bericht zufolge mit „physischer Gewalt von erheblicher Intensität“ aufeinander los.

In der Vergangenheit versammelten sich zudem zahlreiche Schaulustige, sobald die Polizei bei solchen Auseinandersetzungen einschritt, heißt es in dem Bericht. Die Zuschauer hätten die rivalisierenden Gruppen moralisch unterstützt und hätten so die Arbeit der Polizei teilweise erheblich erschwert.

4. In Gelsenkirchen wird noch geprüft

In Gelsenkirchen ist die Lage noch nicht ganz klar - hier muss die Polizei noch genauer prüfen, heißt es in dem Bericht. Ursache für Probleme seien vor allem die hohe Arbeitslosenquote, verschiedene Einkommensstrukturen und Spannungen zwischen Bevölkerungsgruppen sowie Familienclans.

Die Polizei brauche laut Bericht Unterstützung - sie kann das Problem nicht alleine lösen. Vielmehr sei eine enge Zusammenarbeit zwischen Sicherheitsbehörden, öffentlichen Ämtern und Migrationsfachdiensten nötig, um so ein „Sicherheitsnetzwerk“ aufzubauen und auch die Ursachen der Kriminalität anzugehen.


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