POLITIK
28/08/2015 19:07 CEST | Aktualisiert 28/08/2015 19:07 CEST

Merkel plant Friedensgipfel mit Russlands Präsident Putin

dpa

Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen sind derzeit alles andere als gut. Angesichts der Kämpfe in der Ostukraine hatten Experten zuletzt gar von einem "neuen Kalten Krieg" zwischen dem Kreml und den Nato-Staaten gesprochen.

Und Russlands Präsident Wladimir Putin tut derzeit alles dafür, dass die Eiszeit zwischen ihm und den westlichen Regierungschefs bestehen bleibt. Erst vor kurzem protzte Putin mal wieder mit seiner militärischen Stärke und betonte mit Hilfe der Kriegsmarine seine Gebietsansprüche auf Teile der Arktis.

Kurz danach erweiterte Russland auch seine Gebietsansprüche im Pazifik - und sorgte wieder einmal für internationale Empörung. In den vergangenen Monaten schien Putin nicht zu bändigen, seine politischen Alleingänge brachten ihm auch in seiner Heimat viel Kritik ein.

Jetzt könnte jedoch ausgerechnet die Bundeskanzlerin diejenige sein, die Putin wieder zurück auf das Parkett der internationalen Diplomatie holt.

Laut einem Bericht des "Spiegel" ist Angela Merkel zu einem Treffen mit Putin bereit, um den Konflikt in der Ukraine zu entschärfen. Schon am Samstag will Merkel mit dem russischen Präsidenten telefonieren und ausloten, ob er ernsthaft eine Lösung der Krise anstrebt.

Sollte das so sein, könnte es schon bald zu einem Gipfel im sogenannten "Normandieformat" kommen, berichtet das Magazin. An dem würden neben Putin auch der französische Präsident François Hollande und der ukrainische Staatschef Petro Poroschenko teilnehmen.

Das Kanzleramt kritisiert die ständigen Verstöße gegen das Minsker Abkommen vom Februar, die intern vor allem den Separatisten angelastet werden.

Fast täglich kommt es zu Gefechten zwischen ukrainischen Truppen, Freiwilligenverbänden und russlandfreundlichen Separatisten - trotz des Abkommens. Dabei waren zuletzt auch wieder vermehrt schwere Waffen zum Einsatz gekommen. Ab dem 1. September soll nach dem Willen der OSZE eine neue Waffenruhe eingehalten werden.


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