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28/08/2015 17:34 CEST | Aktualisiert 31/08/2015 04:17 CEST

6 Ideen, die den Verkehr revolutionieren können

Die Transport der Zukunft hat viel mehr zu bieten als E-Autos, Carsharing und die Taxi-App "Uber". Angesichts wachsender Bevölkerungen und Städte müssen neue Wege gefunden werden, wie Menschen sich in Zukunft problemos fortbewegen können.

Hier ist eine Auswahl sechs spannender und innovativer Ideen, die den Verkehr nachhaltig verändern können:

1. Elektrische Straßen

E-Autos gelten als Pkw der Zukunft. Doch ihre Akkus reichen oft nur für kurze Strecken und haben lange Ladezeiten. Was dieser umweltfreundlichen Alternative zum Durchbruch verhelfen könnte: Straßen mit unterirdischen Kabeln, die E-Autos über elektromagnetische Felder beim Fahren aufladen.

Getestet wurde diese Erfindung laut "Welt" bereits in Deutschland, England folgt bald. In Südkorea gibt es "Global News" zufolge sogar schon eine kurze E-Straße. Bleibt die Nachfrage nach elektrischen Autos aber gering, lohnt sich der Bau nicht.

2. Fahrrad-Schnellwege

Alle reden von den Vorteilen des Fahrradfahrens. Doch entscheidet man sich dafür, stößt man auf viele Hindernisse: rücksichtslose Autofahrer, enge Straßen, viele Ampeln. Wieso sollte es also nicht auch für Radfahrer eigene Schnellstraßen geben?

Viele europäische Städte verwirklichen diese Idee nun. Beispielsweise baut Köln Fahrradstraßen, die Pendler schnell in die Stadt bringen sollen. Bei längeren Anfahrtswegen dürften sich trotzdem viele Menschen fürs Auto entscheiden.

3. Intelligente Ampeln

Auf den ersten Blick wirkt die Idee nicht neu: Schon früher gab es laut "Zeit" Anzeigen an Ampeln, die einem je nach Verkehrslage die passende Geschwindigkeit verrieten, um auf einer grünen Welle durch die Stadt zu kommen. Jetzt können Ampeln aber auch reagieren. Mithilfe von Sensoren oder Kontakten in der Straße messen sie den Verkehr und verlängern oder verkürzen die Grünphasen.

Diese Technik findet zum Beispiel in Dresden oder im amerikanischen Pittsburgh Anwendung, schreiben "Zeit" und "Citylab". Für die Umwelt ist das ein zweischneidiges Schwert: Flüssigerer Verkehr reduziert zwar die Abgase, macht aber das Autofahren wieder attraktiver.

4. Auto-Kolonnen

Fast jeder spielt auf langweiligen Autobahnfahrten auf seinem Handy herum - mit dieser Technologie wäre das sogar erlaubt: Die EU und Volvo haben einen spezielle Software entwickelt, mit dem PKW sich an Berufsfahrer, also LKW oder Busse, anhängen können. Automatisch fahren sie dann in geringem Abstand hinterher - die Autofahrer müssen also nicht mehr selbst lenken. Entwickelt wurde die Technik von der EU und Volvo im Rahmen des Projekts "Sartre". Wie "Wired" berichtet, wurde die Technik schon mehrmals erfolgreich erprobt, zuletzt im Jahr 2012.

Bis diese im Alltag ankomme, dauere es noch mehrere Jahre, sagten die Entwickler gegenüber "Gizmag". Wie bei komplett selbstfahrenden Autos stellt sich aber die Frage: Wer haftet beim Unfall? Auto-Kolonnen könnten aber ein Zwischenschritt zum autonomen Fahren sein, dem viele noch skeptisch gegenüberstehen.

5. Der Brückenbus

Es sieht beängstigend aus, wie der "3D Express Coach" über die Straßen rollen soll. Der vier Meter hohe Bus überbrückt zwei Fahrbahnen so, dass Autos unter den Passagieren herfahren können, heißt es bei "Spiegel Online". Anders als Busse und Straßenbahnen halten sie deshalb den Verkehr nicht auf. Und im Gegensatz zu U-Bahnen benötigen sie nur Schienen am Straßenrand, kein teures Tunnelnetz.

Das "Time Magazine" kürte den "Straddling Bus" zur Erfindung des Jahres 2010. Jedoch wurde bis heute von keinem Praxiseinsatz des Fahrzeugs berichtet.

6. Hochgeschwindigkeitskapseln

Die verrückteste Idee ist der "Hyperloop". In einer Kapsel werden bis zu 30 Personen durch eine Stahlröhre geschossen - mit bis zu 1300 Kilometern pro Stunde noch schneller als ein Flugzeug. Von Los Angeles nach San Francisco bräuchte man so nur eine halbe Stunde, schreibt die "FAZ". Allein das ist schon revolutionär. Dazu kommt noch, dass die Anlage mithilfe von Solarzellen die benötigte Energie selbst erzeugen soll.

Laut dem amerikanischen Fernsehsender "CNBC" will die "Hyperloop"-Firma im nächsten Jahr eine Teststrecke in Kalifornien bauen. Ein Experte äußerte gegenüber "Spiegel Online" jedoch Bedenken, ob die Schieß-Technik überhaupt funktioniert und wie Passagiere im Notfall aus der Röhre gerettet werden sollen.


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