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26/08/2015 08:35 CEST | Aktualisiert 26/08/2015 08:50 CEST

Das passiert, wenn ein Journalist Donald Trump eine kritische Frage stellt

Donald Trump schwebt gerade auf Wolke 7
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Donald Trump schwebt gerade auf Wolke 7

Donald Trump ist ein schauderbares Phänomen. Ganz egal, ob der potenzielle Präsidentschaftskandidat der Republikaner eine ganze Bevölkerungsgruppe kurzerhand als "Mörder" oder "Vergewaltiger" abstempelt, oder kritische Fragen von Fox-News-Starmoderatorin Megyn Kelly bei der ersten TV-Debatte mit Menstruationsbeschwerden der Moderatorin begründet - er nimmt sich Dumm- und Frechheiten heraus und scheint noch stolz darauf zu sein.

Trump hat mit seinen Geschmacklosigkeiten offenbar Erfolg: Beinahe täglich postet sein euphorisiertes Wahlkampfteam die neusten Umfragewerte auf Twitter. Diese zeigen, dass der Baumagnat und Multi-Milliardär selbst in einem eigentlich liberalen Bundesstaat wie New Hampshire der innerparteilichen Konkurrenz mittlerweile meilenweit enteilt ist:

Wer also kann diesen Mann noch stoppen? Womöglich kann sich der selbsternannte "Retter Amerikas" nur noch selbst zu Fall bringen. Angriffsflächen bietet der Rechtsaußen-Populist eigentlich zu Genüge.

Wie etwa am gestrigen Dienstag in Iowa, auch dort führt Trump die Umfragen klar an. Als der 69-Jährige auf einer Pressekonferenz die Fragen der anwesenden Journalisten beantwortet, ergreift Jorge Ramos vom spanischsprachigen Fernsehsender Univision das Wort. Er versucht, dem Präsidentschaftsbewerber eine kritische Frage zu seiner Einwanderungspolitik zu stellen.

Was dann passiert, könnt ihr im kurzen Video sehen. Trump lässt Ramos mit den Worten "Go back to Univision" kurzerhand aus der Pressekonferenz schmeißen. Nach seinen rassistischen Aussagen gegenüber Mexikanern beendete der Sender im Juni die Zusammenarbeit mit Trump. Daraufhin verklagte Trump Univision auf 500 Millionen Dollar.

Auch wenn Ramos kurze Zeit später wieder zurück in den Raum durfte, könnte die Szene für Trump noch problematisch werden. Der Moderator gilt vielen Latinos als Vorbild und sollte das Verhältnis zwischen ihnen und dem aktuellen Frontrunner der Republikaner noch weiter abkühlen. Normalerweise. Doch was ist bei diesem Mann schon normal?

Ach ja:

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