LIFE
25/08/2015 06:52 CEST | Aktualisiert 25/08/2015 08:08 CEST

Frau twittert live, wie ein Paar im Flugzeug Schluss macht

#planebreakup – Warum ihr auf keinen Fall im Flugzeug Schluss machen solltet
Kelly Keegs/ Twitter
#planebreakup – Warum ihr auf keinen Fall im Flugzeug Schluss machen solltet

Wenn sich ein Paar in der Öffentlichkeit streitet, ist das ein bisschen wie mit überfahrenen Tieren auf der Straße: Es ist kein schöner Anblick, aber man kann auch nicht wegsehen. Oder weghören.

Wir haben es der Twitter-Nutzerin Kelly Keegs zu verdanken, dass wir quasi live bei einer besonders absurden Trennung dabei sein konnten. Keegs saß in einem Flugzeug, dessen Abflug verzögert war. Und neben ihr saß ein Paar, das sich gerade diesen Zeitpunkt aussuchte, um seine Beziehungskrise auszubreiten.

Alles beginnt mit diesem Foto.

Dieser Typ im Flugzeug hat gerade mit seiner Freundin Schluss gemacht. Sie schluchzt.

Dann fängt Kelly an, diverse Fetzen aus dem Gespräch zu tweeten.

Typ: „Ist das jetzt so eine große Überraschung? Bist du ernsthaft überrascht von dieser Information?“

Mädchen: „Toll. Echt toll. Ich bin echt froh, dass ich die 40 Dollar extra gezahlt habe, nur damit ich diesen verdammten Flug mit dir nehmen kann.“

Typ: „Ist mir egal.“

Mädchen: „Schön, dass es dir egal ist!“

In ihrer Haut will man echt nicht stecken.

Mädchen: „Das ist echt fies. Verdiene ich das? Warum machst du das?“

„Ich möchte nicht so ein Mädchen sein. Ich will es nicht . Ich möchte das Beste für dich sein, aber du lässt mich nicht.“

„Ist es das, was du vorhast? Mich langsam ausblenden? So wie all die anderen?“

Kelly scheint sich an dieser Situation nicht zu stören...

Das ist die beste Verspätung, die ich je hatte.

... und macht fleißig weiter:

Mädchen: „Du verstehst nicht einmal, warum ich so verdammt traurig bin. Du hasst einfach alles an mir.“

Mädchen: „Warum ist das so einfach für dich? Ist das echt so verdammt einfach? Was willst du von mir?“

Typ: „Du musst dich beruhigen.“

Mädchen: „Ich dachte die ganze Zeit, weißt du, dass das irgendwo hinführt.“

Lautes Schluchzen.

Kurze Pause. Was ist da los?

Ein paar stoische Minuten.

Und wir sind zurück.

Mädchen: „Was ist an dir so verdammt besonders?“

Mädchen: „Vielleicht solltest du einfach leise sein. Sei einfach leise.“

Doch plötzlich eine unerwartete Wendung.

Mädchen: „Ich werde Charlotte fragen. Gleich wenn wir zuhause sind werde ich sie fragen und herausfinden, ob eure Geschichten sich decken.“ (Oh mein Gott, Skandal. Wer ist Charlotte?)

Typ: „Ich kann das nicht länger diskutieren.“

Mädchen: „Also bin ich deine Zeit nicht wert???“

Leises Schluchzen, sehr viel Schniefen.

Okay, jetzt die wirklich unerwartete Wendung:

Was zum Teufel? Jetzt knutschen sie rum. Kein Scherz.

Wir hoben ab und die beiden bestellten sofort sechs Bloody Marys mit Vodka. Die 50 Minuten Flug nutzten sie abwechselnd zum Trinken und Rumknutschen.

Das ganze Internet schien am Bildschirm zu kleben, um die Konversation mit Fernsehsoap-Charakter zu verfolgen. Kelly äußerte sich noch kurz nachdem das Spektakel vorbei war.

Jedes Mal, wenn ich Twitter öffne, friert mein Handy wegen der ganzen Benachrichtigungen ein. Jetzt weiß ich, wie sich One Direction fühlen muss.

Hoffentlich stehen meine 7.000 neuen Follower drauf, wenn ich besoffen über Wein und Netflix tweete.

Eine Story, die sich neben den Dramen von Goethe oder Schiller nicht verstecken braucht. Wir sind mindestens genauso verwirrt wie der Rest der Welt, der sie gelesen hat.

Und die Moral von der Geschicht? Trennt euch nicht im Flugzeug.

Wir würden echt gern wissen, wer Charlotte ist.


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