WIRTSCHAFT
24/08/2015 18:59 CEST | Aktualisiert 27/08/2015 10:37 CEST

Schwarzer Montag: Der Börsencrash in Zahlen

Schwarzer Montag: Der Börsencrash in Zahlen
dpa
Schwarzer Montag: Der Börsencrash in Zahlen

Es war der Tag, den man sich als schwarzen Montag merken wird. Der 24. August 2015, an dem die Börsen einkrachten wie lange nicht mehr.

Zeit, sich die wichtigsten Zahlen zu verdeutlichen:

Börse in Shanghai: 8 Prozent im Minus, schlimmster Einbruch seit 8 Jahren

Die Shanghaier Börse erlebte den schlimmsten Einbruch seit acht Jahren, wichtige Aktienindizes lagen mit rund 8 Prozent im Minus. Und es wird noch schlimmer kommen, schätzen Experten. Die Probleme in China haben jetzt den Rest der Welt infiziert.

Dax: unter 10.000 Punkten, höchstes Tagesminus seit November 2011

Wegen Sorgen um China schloss der Dax zum ersten Mal seit Januar wieder unter der Marke von 10.000 Punkten - sie hat insbesondere eine psychologische Bedeutung. Nach einem miesen Handelsstart an der New Yorker Wall Street war der deutsche Leitindex sogar kurz unter 9400 Punkte gefallen und hatte knapp 8 Prozent eingebüßt.

Dow Jones: in Minuten um 1000 Punkte gefallen, mehr als in je zuvor in der Geschichte

Schon am Freitag hatte der US-Leitindex mit dem größten Verlust in einer Woche seit fast vier Jahren geschlossen, Chinas wegen.

Nur wenige Minuten nach Handelsbeginn war der Dow Jones dann am Montag um rund 1000 Punkte gefallen, was einem Minus von mehr als 6 Prozent entsprach. "Wir haben ausreichend Panik gesehen", sagte ein Händler. Einen derzeit massiven Sturz in so kurzer Zeit hat es laut „Welt“ noch nie in der mehr als 100-jährigen Geschichte des Dow Jones gegeben. Allerdings erholten sich die US-Aktienmärkte im Lauf des Montags wieder.

Verlust an den Börsen: 2,6 Billionen Euro

Seit die chinesische Regierung am 11. August den Yuan abgewertet und massiv in den Markt eingegriffen hat, ist das Vertrauen der Anleger zerstört, sie verkaufen Aktien und legen ihr Geld lieber mit weniger Risiko an.

Das hat den Aktienmärkten weltweit verschiedenen Berechnungen nach zwischen 5 und 8 Billionen Dollar gekostet. Also bis zu 7 Billlionen Euro. Die Hälfte davon entfiel auf den chinesischen Markt.

Allein an diesem Montag zogen die Anleger drei Billionen Dollar (2,6 Billionen Euro) von den Märkten ab.

Ölpreis: tiefster Stand seit 6,5 Jahren

Die beiden weltweit wichtigsten Ölpreise fielen auf den tiefsten Stand seit sechseinhalb Jahren. Am Nachmittag rutschte der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Oktober auf 42,51 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit März 2009. Wenn die Industrie schwächelt, wird auch weniger Öl für die Produktion gebraucht. Die Sorgen darüber senken die Nachfrage und sorgen damit neben dem derzeit hohen Angebot zusätzlich für sinkende Preise.

Diese Zahlen sind gigantisch. Wenn ihr mehr über die Mechanismen hinter dem gigantischen Börsendebakel wissen wollt, findet ihr hier mehr Informationen.

Mit Material von dpa


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