POLITIK
24/08/2015 13:44 CEST | Aktualisiert 24/08/2015 13:51 CEST

Kommentar spricht Usern aus der Seele: "Mich überkommt Menschenekel"

dpa
Dieser Mann will nicht mit Nazis reden

Es ist DAS Thema der letzten Tage: Die gewaltsamen Ausschreitungen von Rechtsradikalen gegen Flüchtlinge im sächsischen Heidenau. Vize-Kanzler Sigmar Gabriel hat bereits klare Worte gefunden: "Pack, das eingesperrt werden muss", nannte er die Angreifer. Und Kanzlerin Angela Merkel hat ein Statement über ihren Regierungssprecher verkünden lassen: "Es ist abstoßend."

Doch ein Kommentar spricht den Usern offenbar aus der Seele: Der von "Stern.de"-Chefredakteur Philipp Jessen.

"Jeder Flüchtling hat mehr Mut und Ehre als alle Nazis", schreibt er. Jessens Empörung springt den Leser an.

"Der Menschenekel, der mich beim Betrachten dieser Bilder überkommt, ist ein neues Gefühl für mich." Bisher habe er geglaubt, dass es "menschlichen Dreck" nicht geben könne. Jetzt sei er nicht mehr sicher.

Jenssen will nicht mehr mit den Rechten reden.Argumente wollten sie ohnehin nicht hören, nur Hass verbreiten.

Der Kommentar des "stern.de"-Chefredakteurs ist längst ein Hit im Netz.

Anlass, sich vor Menschen zu ekeln, sich über menschlichen Dreck zu entsetzen, könnte es bald noch mehr geben. Nach Auffassung der Amadeu-Antonio-Stiftung waren die rechtsextremen Ausschreitungen in Heidenau nur der Startschuss für weitere Aktionen der rechten Szene. "Heidenau war ein Test", sagte Julia Schramm, Politikwissenschaftlerin und Mitarbeiterin der Stiftung, am Montag der Deutschen Presse-Agentur.


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