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23/08/2015 05:56 CEST | Aktualisiert 23/08/2015 05:57 CEST

Bewegende Traueranzeige: Annelis Familie nimmt Abschied

Annelis Familie hat eine bewegende Traueranzeige veröffentlicht
dpa
Annelis Familie hat eine bewegende Traueranzeige veröffentlicht

Die Familie der entführten und ermordeten Anneli aus Sachsen hat eine bewegende Traueranzeige in der "Sächsischen Zeitung" veröffentlicht.

In den wenigen Sätzen wird der ganze Schmerz der Eltern deutlich. „Unser Liebstes auf der ganzen Welt, unser Baby, unsere Maus, unser Schätzchen, unsere kleine Klavierspielerin – aus unserem Leibe gerissen“ heißt es in der Traueranzeige.

Und weiter: "Wir sind so unglücklich, gebrochen und ausgebrannt, wir vermissen unser Kind so sehr. Sie lacht nicht mehr, sie kocht keine Nudeln mehr, sie lässt nichts mehr herumliegen, sie spielt kein Klavier mehr, sie…" Anstelle des Wortes "gestorben" steht in der Traueranzeige "genommen am 14.08.2015".

Am Samstag kommender Woche wird Anneli auf dem Friedhof in Sora beigesetzt. Die junge Frau war den Ermittlungen zufolge am 13. August von zwei Männern auf einem Feldweg in der Nähe ihres Elternhauses in Robschütz entführt worden. Unmittelbar danach verlangten die Täter 1,2 Millionen Euro Lösegeld von ihrem Vater. Eine Übergabe scheiterte, weil die Erpresser überfordert waren. Die mutmaßlichen 61 und 39 Jahre alten Täter sitzen in Untersuchungshaft.

Die genaue Todesursache und der konkrete Zeitpunkt des Todes sind auch nach der Obduktion noch nicht bekannt. Nach einem Bericht der "Dresdner Morgenpost" hatte sich der 39-Jährige zuvor bei seinem Hausarzt nach der Anwendung und Wirkung von Äther erkundigt. Die "Bild"-Zeitung berichtete unter Berufung auf Ermittlerkreise, dass Anneli mit Äther betäubt worden sei. Die Todesursache sei das Betäubungsmittel aber wohl nicht gewesen, hieß es. Die Staatsanwaltschaft Dresden machte wegen der laufenden Ermittlungen dazu keine Angaben.

Mit Material von dpa.


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