WIRTSCHAFT
21/08/2015 08:11 CEST | Aktualisiert 21/08/2015 14:32 CEST

Mit einem Trick bekam ein Starbucks-Kunde jeden Tag kostenlos Kaffee. Es machte die Bedienung wahnsinnig

Getty
Dieser Kunde bekommt lebenslang kostenlosen Starbucks-Kaffee

Ein Starbucks-Fan hat es offenbar geschafft: Er hat bei Starbucks durch einen Trick ein Jahr lang kostenlosen Kaffee bekommen. Brad Halsey, ein Mitarbeiter der Kaffeehauskette, wandte sich mit einem Leserbrief an den Blog "Kitchenette" und erklärte die dreiste Masche des Kunden.

Starbucks bietet seinen Kunden einen Gratiskaffee an ihrem Geburtstag - sofern sie eine registrierte Mitgliedskarte besitzen. Der Preis spielt dabei keine Rolle. Hier setzt die Methode des Gasts an.

Der Mitarbeiter erklärt: „Er hat sich 365 Mitgliedskarten gekauft und jede auf ein anderes Geburtsdatum registriert.“ Sein kostenloser Geburtstagskaffee ist ein komplizierter Mokka mit allerlei Zusätzen, der penibel nach seinen Wünschen zubereitet werden muss. Wert: 6,50 Dollar.

Wie hat er das geschafft?

Die Methode ist natürlich nicht ganz gratis. Denn die Mitgliedskarten funktionieren wie Gutscheine, die immer wieder aufgeladen werden können. Eine Aufladung beziehungsweise der Anschaffungspreis kosten mindestens fünf Dollar. Wenn der Kunde also tatsächlich 365 Stück kaufte, investierte er 1.825 Dollar in seinen zukünftigen Kaffeegenuss.

Das würde sich im ersten Jahr bereits lohnen, wenn er seinen täglichen Geburtstagskaffee im Wert von mindestens fünf Dollar bestellt. Da die Karte ja auch noch die ursprünglichen fünf Dollar als Guthaben hat, könnte er diese auch nach Lust und Laune ausgeben.

Wer einen Blick in die allgemeinen Geschäftsbedingungen des amerikanischen Starbucks wirft, stellt fest, dass die Karten ihre Gültigkeit über die Jahre nicht verlieren. Sollte der Kunde also anstatt seiner 6,50 Dollar Kalorienbombe nur einen normalen Kaffee für 1,75 Dollar bestellen, müsste er den Geburtstagsschwindel für fast drei Jahre durchziehen, damit es sich lohnt.

In Deutschland verfällt die Karte, sobald zwei Jahre lang kein Geld darüber fließt. Geburtstagsschwindler hierzulande müssen also clever planen, um den größtmöglichen Effekt aus ihren Karten zu holen.

Das System enthält einen winzigen Fehler: Der Kunde wird alle vier Jahre, am 29. Februar, ohne kostenlosen Kaffee auskommen müssen. 365 Geburtstage reichen eben nicht, wenn im Schaltjahr plötzlich ein Tag mehr auftaucht.

Wie wahrscheinlich ist es, dass so eine Aktion überhaupt funktioniert?

Nicht sehr. Mal abgesehen von Straftaten wie Urkundenfälschung und Betrug, behält sich Starbucks vor, die Karten nicht anzunehmen. Wenn jemand täglich dreist ein Geburtstagsgeschenk abgreifen will, fällt er nun mal auf – und das nicht im positiven Sinne.


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