POLITIK
21/08/2015 03:41 CEST | Aktualisiert 21/08/2015 04:04 CEST

AfD-Gründer Lucke attackiert Tsipras für Rücktrittsentscheidung: "Wird zum Schoßhund Brüssels" (HUFFPOST-EXKLUSIV)

dpa

Neuwahlen hatte er bereits angekündigt, die Rücktrittserklärung des griechischen Premier Alexis Tsipras kam dann aber doch relativ plötzlich.

Am 20. September wird es zu vorgezogenen Parlamentswahlen kommen, das teilte Tsipras in einer Fernsehansprache am Donnerstag mit.

Viele Politiker kritisierten das Machtkalkül hinter der Entscheidung des Syriza-Chefs. Mit seiner Neuwahlankündigung, so heißt es, wolle der griechische Premier nur seine Kritiker innerhalb der eigenen Partei kaltstellen und sich ein neues Mandat sichern, bevor es an die Umsetzung der Sparauflagen geht.

Andere sorgen sich mal wieder um die vereinbarten Sparmaßnahmen, wie der Vorsitzende der EVP-Fraktion im EU-Parlament, Manfred Weber (CSU): "Alle Abmachungen und Verträge gelten selbstverständlich auch nach Neuwahlen und für eine neue Regierung", sagte er der "Bild".

"Tsipras verlängert das Leiden der Griechen nur"

AfD-Gründer und Alfa-Chef Bernd Lucke dagegen denkt auch mal daran, was Tsipras' neuestes Manöver für die Griechen bedeutet. Es verlängere "das wirtschaftliche Leiden des griechischen Volkes", sagte Lucke der HuffPost. Denn bis eine neue Regierung sich an die Arbeit macht, wird erst mal wieder einige Zeit vergehen.

lucke

Lucke

Lucke ist ein Anhänger der Rückkehr zur Drachme, er glaubt, das sei das Beste für Griechenland. Tsipras aber habe, so Lucke, der Mut gefehlt, Griechenland geordnet aus dem Euro herauszuführen. Er werde nun "wie seine Vorgänger ebenfalls zum Schoßhund Brüssels".

"Er beißt nicht die Hand, die ihn füttert. Stattdessen schürt er eine hysterische Angst vor dem Grexit."


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