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19/08/2015 02:22 CEST

Lebenslang wegen Riesennäven gehänselt: Dieser Teenager beweist unglaubliches Selbstvertrauen

Ciera Swaringen ist ein 19-jähriges Mädchen aus North Carolina – und sie ist Optimistin: Ihr untypisches Aussehen aufgrund einer Hautveränderung bringt sie nicht aus der Fassung. Ein sogenannter „konnataler Riesennävus“ ist eine sehr seltene Hautanomalie. Von 10.000 Neugeborenen ist in der Regel nur ein Baby betroffen. Das Besondere im Fall von Ciera: Sie hat mehrere dieser Nävi – und das am ganzen Körper in verschiedenen Größen.

Die Ärzte im Stanley Memorial Hospital in Albermarle im Bundesstaat North Carolina in Amerika waren zunächst besorgt, denn mit dieser Krankheit hatten sie noch nie zu tun. In einer anderen Klinik, im Medical Centre of Charlotte, konnte man dann die seltene Krankheit eindeutig diagnostizieren und als harmlos einstufen. Es wurde prognostiziert, dass sich im Laufe von Cieras Leben noch mehr dieser Flecken bilden werden – und dass sie mitwachsen.

An eine Entfernung der Näven war nicht zu denken, da sie einfach zu viele waren. Heute sind rund zwei Drittel von Cieras Haut mit den Malen überzogen. Das größte geht von ihrem Bauchnabel bis zum Knie.

Die Näven sind sehr empfindlich und erhöhen das Krebsrisiko. „Die Sonne ist für mich sehr gefährlich“, sagt Siera im Gespräch mit der britischen Tageszeitung "Daily Mail": „Ich muss mich immer mit einer Creme mit hohem Sonnenschutzfaktor einschmieren und verbringe eigentlich nie viel Zeit in der Hitze. Ich trage auch immer Shirts und Hosen - auch wenn es viel zu heiß ist - , um mich vor den Sonnenstrahlen zu schützen.“

Das sie so anders ist als „normale Menschen“, war nicht immer leicht für Ciera. Besonders in der Schule wurde sie viel gehänselt. Teilweise musste sie sehr böse Kommentare über sich ergehen lassen. Ein Junge sagte einmal zu ihr: „Du siehst dreckig aus, wasch dich!“ Durch diese schwere Zeit half ihr immer ein Satz ihrer Mutter: „Das sind Engelsküsse“, soll sie gesagt haben. Das habe sie unheimlich stark gemacht, sagt Ciera.

Heute hat sie ein Selbstbewusstsein entwickelt, das seinesgleichen sucht. „Ich bin stolz darauf anders zu sein. Letztendlich sind wir alle verschieden – ob außen oder innen.“

Um offen mit ihrer Krankheit umzugehen, hat sie heuer beschlossen, ihre Hautanomalie bei einem Projekt in der High-School vorzustellen. Bei der Recherche stieß sie im Internet auf Online-Foren, auf denen sie andere Menschen mit der Krankheit kennenlernte.

„Ich habe gemerkt, dass ich nicht allein bin. Ich plane bald an einer Konferenz teilzunehmen, wo ich andere Menschen mit Riesennäven treffe.“ Auch im Internet geht sie sehr offen mit der Krankheit um und postet Fotos von sich – wie ein ganz normaler Teenager eben.

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