POLITIK
19/08/2015 06:57 CEST | Aktualisiert 19/08/2015 06:58 CEST

Was der Islam über Frauen, Terror und Andersgläubige sagt, verrät alles über die Religion

ASSOCIATED PRESS
Der IS beruft sich auf den Propheten Mohammed. (AP Photo/Militant Website, File)

Die islamische Welt wird weiter von Gewalt und Terror heimgesucht. Erst kürzlich wurde bekannt, dass die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) einen berühmten syrischen Archäologen enthauptet habe. Auch in Deutschland nähren solche Horror-Meldungen die Skepsis gegenüber dem Islam – der Religion, mit der die Terrormiliz ihre grausamen Taten rechtfertigt. Predigt der Islam Hass und Gewalt?

Schon der Prophet Mohammed äußerte sich ausführlich zu Krieg und Terror. Seine Worte stehen jedoch in krassen Widerspruch zu den Praktiken des Islamischen Staates und anderer islamistischen Terrorgruppen. Einige der Handlungsanweisungen des islamischen Propheten hat die „Islamische Zeitung“ nun in einer Grafik zusammengefasst.

Es sind klare Regeln, die Mohammed für den Kriegsfall aufstellt: So sei es im Islam nicht erlaubt, Fliehende oder Menschen, die sich ergeben, zu töten. Außerdem befahl Mohammed, keinen Kindern, Frauen, Alten oder kranken Menschen Schaden zuzufügen. Anweisungen, die der IS nicht zu kennen – oder bewusst falsch zu interpretieren scheint.

Nicht nur etwas für Islamhasser. Sondern auch für ideologische Sekten, die im Namen des Islam Terror verbreiten, ohne den Islam überhaupt zu kennen.

Posted by Islamische Zeitung on Montag, 17. August 2015

Denn immer wieder erreichen uns schreckliche Nachrichten aus ISIS-Gebieten. Wie die „New York Times“ kürzlich in einer ausführlichen Reportage beleuchtete, habe die Terrormiliz in den von ihnen beherrschten Gebieten etwa ein regelrechtes System der Sexsklaverei aufgebaut, das auch vor jungen Mädchen nicht Halt mache.

Ein weiteres Verbot Mohammeds betrifft die Zerstörung von Gebäuden. So sei es Gläubigen untersagt, Kirchen, Tempel und andere Gebäude zu zerstören oder Bäume zu fällen. Muslimen sei es außerdem nicht erlaubt, Andersgläubigen den Islam aufzuzwingen.

Die meisten der aufgeführten Befehle Mohammeds stammen aus den Hadithen, der zweiten wichtigen Quelle des Islam neben dem Koran. Sie machen deutlich: Der Islam predigt weder Hass noch Gewalt. Wer diese liest, merkt schnell: Islamistische Terroristen scheinen die Religion, auf die sie sich berufen, nicht verstanden zu haben.


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