LIFESTYLE
19/08/2015 10:16 CEST | Aktualisiert 19/08/2015 11:07 CEST

Bill Gates hat viel im Leben erreicht, weil er auf eine Sache verzichtet

Getty
Ohne diese Kleinigkeit wäre Bill Gates heute vielleicht nicht da wo er ist

Bill Gates lebt eigentlich ein unmögliches Leben. Er ist Unternehmer, Computer-Programmierer, Erfinder, Investor, Wohltäter. Ach, und er ist einer der reichsten Menschen der Welt. Wenn er gefragt wird, wie es ihm dabei geht, sagt er: "Ich liebe meinen Job und ich habe eine großartige Familie." Wie ist das möglich?

Während ich das lese, starre ich auf einen Bildschirm und versuche herauszubekommen, wie ich ihm nacheifern kann.

Dabei kommt mir ein unschöner Gedanke: Ich werde schon wieder all die Dinge nicht schaffen, die ich mir für diesen Monat vorgenommen habe. Meine To Do-Liste wächst und ich schaffe es kaum, Punkte davon abzuhaken. Bill Gates hat es geschafft ein Multi-Millionen-Dollar-Unternehmen zu gründen UND die Welt mit seinen Charity-Projekten ein Stück besser zu machen. Ich dagegen, komme nicht mal dazu, meine Buntwäsche zu machen.

Und während ich über der Unmöglichkeit des Gateschen Lebens brüte, setze ich insgeheim den nächsten Punkt auf die To Do-Liste: "Bill Gates Biographie lesen".

Dabei könnte mich schon ein kleiner Tipp vom Microsoft-Gründer auf die richtige Spur bringen. Denn Gates, stünde er gerade hinter mir, würde vermutlich als Allererstes besagte Liste nehmen, sie zerknüllen und in den Papierkorb werfen.

Denn wenn es eine Sache gibt, an die Gates nun gar nicht glaubt, dann sind es To Do-Listen.

Warum? Nun, sie sind unproduktiv. Sie halten nicht das, was sie versprechen. Stattdessen sorgen sie für ein zuverlässig schlechtes Gewissen und wachsende Unlust an der Produktivität.

Sie setzen uns unter Druck, ohne das die Wichtigkeit der einzelnen Punkte berücksichtigt wird. Sie setzen uns unter Stress, ohne uns zu zeigen, wie wir ihn vermeiden können.

Bill Gates schwört daher auf einen kleinen Trick, wie sich Aufgaben viel produktiver erledigen lassen: Er nutzt dafür einen Kalender. Klingt banal, ist aber unglaublich befreiend, wenn man sich erst einmal von der Tyrannei der Listen befreit hat.

Anfallende Aufgaben trägt er in einen Online-Kalender ein. So kann er ein Datum festlegen und zugleich die Priorität bestimmen. In dem Kalender legt er zugleich fest, wie viel Zeit er für die Aufgabe einplanen muss.

Wenn er Zeit mit der Familie verbringen möchte, oder sich einem ganz anderen Job widmen möchte, blockiert er ein Zeitfenster. Und gerät nicht in Versuchung, zu viele Dinge auf einmal tun zu wollen und letztendlich niemandem gerecht zu werden.

Ein bisschen Gates kann jeder.


Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Hier geht es zurück zur Startseite

Video:Verblüffend: Achte genau auf das blaue Auto. Wenn du merkst was geschieht, traust du deinen Augen nicht.