POLITIK
19/08/2015 13:27 CEST

Anschlag in Istanbul: 6 Hinweise, dass der Terror in der Türkei eine neue Stufe erreicht

dpa

Die Stimmung in der Türkei ist aufgeladen, es herrscht Angst in der Bevölkerung. Die Regierung kämpft an zwei Fronten: Erdogan hat den Waffenstillstand mit der PKK aufgekündigt und gleichzeitig offiziell den Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) gestartet.

Hier sind 6 Anzeichen, dass der Terror in der Türkei gerade eine neue Stufe erreicht:

1. Erstmals gab es einen Anschlag auf ein beliebtes Touristenziel

Entladen hat sich die Gewalt in den letzten Wochen mehrfach. Noch nie allerdings war eine beliebte Touristenattraktion Ziel der Attacken. Bis am heutigen Mittwoch in Istanbul nahe des Dolmabahce Palasts ein Sprengsatz explodierte. Wer hinter dem Angriff steht, ist derzeit noch nicht bekannt. Zwei mutmaßliche Täter seien in der Nähe des deutschen Generalkonsulats festgenommen worden, hieß es aus Polizeikreisen.

2. Die Polizei befürchtet, dass Terroristen sich nun auf Urlauber einschießen

Der Dolmabahce Palast ist eines der beliebtesten kulturellen Zentren in Istanbul. Der Anlaufpunkt für viele Touristen liegt am Bosporusufer auf der europäischen Seite der Stadt. In seiner unmittelbaren Nähe befindet sich das Büro des türkischen Ministerpräsidenten. Mit diesem Anschlag befürchten Behörden, dass nun auch Touristen ins Fadenkreuz der Attentäter rücken.

3. Gleichzeitig kam es noch zu einem weiteren Angriff

Auch in der Provinz Siirt ist am Mittwochmorgen offenbar eine Bombe detoniert. Laut der Presseagentur Reuters sind dabei acht Soldaten ums Leben gekommen. Hinter dem Anschlag wird die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK vermutet.

4. Die Zahl der Anschläge im Inland steigt stetig

Die Zahl der Anschläge gerade in Istanbul steigt. Erst vergangene Woche kamen vier Menschen bei einem Anschlag auf eine Polizeiwache zu Tode, als eine Autobombe detonierte. Stunden später wurde das Feuer auf Beamte der Spurensicherung am Tatort eröffnet. Hierbei starben zwei mutmaßliche Täter und ein Polizist. Tags drauf bekannte sich die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) zu dem Anschlag.

5. Der jüngste Anschlag könnte Teil einer groß angelegten Serie sein

Angesichts der Häufung der Attacken in den letzten Tagen warnen die Behörden in der Türkei davor, dass die jüngsten Anschläge Teil einer größer geplanten Anschlagsserie sein könnten, die noch nicht zu Ende ist.

6. Das Auswärtige Amt schlägt Alarm

Seit 28. Juli besteht eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für die Türkei – vor allem für den Südosten des Landes an den Grenzen zu Syrien. In Istanbul wird empfohlen, U-Bahnhöfe und Bushaltestellen gänzlich zu meiden. Es gebe seit längerem Hinweise auf mögliche Anschläge. Die Warnungen könnten sich nun verstärken.


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