LIFE
18/08/2015 07:14 CEST | Aktualisiert 18/08/2015 12:40 CEST

Als ein Junge ihren BH anfasst, wehrt sich ein Mädchen mit radikalen Mitteln. Doch es kommt noch besser!

Ihre Tochter verprügelt einen Jungen – ihre Reaktion ist total genial
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Ihre Tochter verprügelt einen Jungen – ihre Reaktion ist total genial

An was denken Eltern zuerst, wenn sie plötzlich in die Schule zu ihrer Tochter oder ihrem Sohn gerufen werden? An eine Krankheit? An einen Unfall?

Eine britische Mutter war überrascht, als sie eine ganz andere Erklärung hörte.

Auf dem Portal "notalwayslearning.com“ berichtet sie von ihrem Erlebnis:


(Ich bin eine Krankenschwester in der Notaufnahme. Wir dürfen unsere Handys nicht dabei haben und müssen sie im Spind lassen. Private Anrufe nehme ich am Empfang an.)

Telefon: "Hier ist (Lehrer) aus der Schule. Es gab einen Vorfall, Ihre Tochter war darin verwickelt. Sie müssen unbedingt vorbei kommen.“

Ich: "Ist sie krank oder verletzt? Hat das zwei Stunden Zeit, bis meine Schicht vorbei ist?“

Telefon: "Ihre Tochter hat einen anderen Schüler geschlagen. Wir versuchen bereits seit 45 Minuten, Sie zu erreichen. Es ist wirklich sehr ernst.“

(Ich ging in die Schule und wurde zum Büro des Direktors geführt. Ich sah meine Tochter, ihre Klassenlehrerin, einen Lehrer, den Direktor, einen Jungen mit blutverschmierter Nase und hochrotem Kopf und seine Eltern.)

Direktor: "Frau (mein Name), wie nett, dass sie ENDLICH dazu stoßen.“

Ich: "Ja, in der Notaufnahme hat man alle Hände voll zu tun. Ich habe die letzte Stunde damit verbracht, einen Siebenjährigen mit 40 Stichen zu nähen, der von seiner Mutter mit einer Kelle aus Metall verprügelt wurde. Das Gespräch mit der Polizei blieb auch an mir hängen. Tut mir leid für die Unannehmlichkeiten.“

(Der Rektor versuchte, nicht verlegen zu wirken und erzählte mir, was passiert war. Der Junge hatte am BH meiner Tochter gezogen, sie hatte ihm deswegen zwei Mal ins Gesicht geschlagen. Ich hatte den Eindruck, dass sie wütender auf meine Tochter waren als auf den Jungen.)

Ich: "Oh, und Sie wollen wissen, ob ich Anzeige wegen sexueller Belästigung gegen ihn erstatten will? Oder gegen die Schule, die zugelassen hat, dass das passiert?“

(Bei "sexuelle Belästigung“ zuckten alle ein wenig zusammen und fingen an, durcheinander zu reden.)

Lehrer: "Ich glaube nicht, dass es so ernst war.“

Klassenlehrer: "Lasst uns nicht überreagieren.“

Rektor: "Ich glaube Sie verstehen das falsch.“

(Die Mutter des Jungen fing an zu weinen. Ich wandte mich meiner Tochter zu, um herauszufinden, was passiert ist.)

Tochter: "Er hat an meinem BH gezogen. Ich habe gesagt, er soll aufhören, hat er aber nicht gemacht. Also habe ich es Herrn (Lehrer) gesagt. Er meinte ich solle es „ignorieren“. (Junge) hat aber weiter gemacht, bis mein BH aufging. Dann habe ich ihn geschlagen und er hat aufgehört.“

(Ich schaute den Lehrer an.)

Ich: "Sie haben das zugelassen? Warum sind Sie nicht dazwischen gegangen? Kommen Sie her und lassen mich in Ihren Schritt fassen.“

Lehrer: "Was? Nein!“

Ich: "Finden Sie das unangemessen? Warum ziehen sie nicht an Frau (Klassenlehrerin)s BH? Finden Sie heraus, wie viel Spaß ihr das macht. Oder am BH der Mutter des Jungen. Oder an meinem. Glauben Sie, nur weil das noch Kinder sind, dass das nur Spaß ist?“

Direktor: "Frau (mein Name), bei allem Respekt, ihre Tochter hat ein anderes Kind geschlagen.“

Ich: "Nein, sie hat sich verteidigt, gegen die Belästigung durch einen anderen Schüler. Schaut sie euch an: Er ist fast 1,80m und wiegt 70kg. Sie ist 1,50m und wiegt 40kg. Er ist 30 Zentimeter größer und wiegt fast doppelt soviel – wie oft hätte sie sich begrapschen lassen sollen? Wenn die Person, die ihren Schülern helfen und sie beschützen soll, nichts unternimmt, was hätte sie tun sollen? Er hat so stark an ihrem BH gezogen, dass er aufgegangen ist.“

(Die Mutter des Jungen weinte immer noch, sein Vater sah wütend und verlegen zugleich aus. Der Lehrer mied den Augenkontakt. Ich schaue in Richtung Direktor.)

Ich: "Ich nehme sie mit nach Hause. Ich glaube, der Junge hat seine Lektion gelernt und ich hoffe, dass so etwas hier nie wieder passiert. Weder meiner Tochter, noch irgendeinem anderen Mädchen. Sie hätten ihn das nicht bei einer Lehrerin machen lassen, warum glauben sie, dass das bei einer 15-Jährigen okay sei? Ich werde mich an das Ministerium wenden. Und wenn du (ich drehe mich zu dem Jungen) JEMALS wieder meine Tochter anfasst, werde ich dich wegen sexueller Belästigung anzeigen! Haben wir uns verstanden?“

(Ich war so wütend, nahm die Sachen meiner Tochter und ging. Ich berichtete den Vorfall einigen Pfarrern, die ich aus der Kirche kenne (es war eine katholische Schule). Sie versicherten mir, dass sie sich darum kümmern würden. Ich wandte mich auch an OFSTED (ein Regierungsprogramm zur Beaufsichtigung von Schulen). Sie waren genau so geschockt wie ich und versicherten mir, dass sie die Schule kontaktieren würden. Meine Tochter wurde für das Fach in eine andere Klasse gesetzt – weg von dem Jungen und dem Lehrer.)


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